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[Hauptbd.] (1910)
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Das Institut der Konversen.

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Dürfen wir Hoffmann folgen, so gebührt nicht Hirsau undden anderen schwäbischen Reformklöstern das Verdienst der

Kloster, das ein Dutzend von Arbeitskräften erforderte, konnte nicht mitvieren auskommen und nicht drei Dutzend beschäftigen. Stets hat diesewirtschaftliche Ursache die Klöster wieder dazu geführt, sich Knechtezu halten. Das Frühmittelalter schob freilich den Klöstern eine Fülle vonmancipia zu, von unfreien Land- und Hausarbeitern. In dem Kloster diefamuli, auf den Besitzungen Meier und Keller, aus den Dienern desAbtes und den Meiern gehen die Dienstmannen hervor! Es entwickeltesich so ein laikaler Dienersland, der keinerlei religiöse Bindung hatte,um das Kloster, vor allem um den Abt, eine weltliche Gruppe um diereligiöse; jene mit starken erblichen Tendenzen, als unfrei erblich an dasKloster gebunden, diese aber musste sich immer von aussen ergänzen.

Die Cluniazenser haben dieconversi" noch im alten Sinne; ent-scheidend ist da das Kap. 74 des ersten Teiles:Conversi ad magnummandatum in Coena Domini, quod fit in claustro, et etiam per omniatenent ordinem suum, nisi tantum in choro et ad processionem, ad quamcanitur cantus" (Herrgotts. 273). Es gilt grundsätzlich für alle Mönche literati und conversi gleichmässig noch der Tag der Profess alsentscheidend für die Rangordnung, nur im Chore und bei der Prozessionmüssen die Illiterati ausgesondert werden; denn sie kennen ja nicht dieBuchstaben und nicht die Neumen. Hoff mann zeigt nun, dass dieneue Form zuerst in Italien begegnet, sie besteht darin, dass dem Klosterdienende Leute ebenfalls nun durch ein Gelübde, wenn auch kein direktmönchisches, dem Kloster angeschlossen werden. Mit anderen Worten:das Institut der Konversen ist nicht eine Umgestaltung der in der Klausurlebenden alten Konversen, es zieht vielmehr diefamuli" des Kloster-hofes in die religiöse Bindung hinein. Ihnen wird nicht das ganze Mönchs-leben auferlegt, sondern nur so viel, dass sie der praktischen Arbeitausserhalb der Klausur nicht entzogen werden. Jetzt verschwindet derverheiratete Diener und der Knecht aus dem Kloster. In Fönte Avellanagelobten sie Gehorsam und Stabilität, nicht aber dieconversio morum".Damit ist der Anfang eines Institutes gegeben, das erst durch denCisterzienserorden völlig entwickelt wurde. Dass diese italienischen Vor-bilder in Hirsau gewirkt haben sollten, ist nicht anzunehmen oder müsstemeiner Ansicht nach durch den Vergleich der Consuetudines erst er-wiesen werden. Dass auch nicht an einen Einfluss der Consuetudinesvon Einsiedeln gedacht werden kann, hat meines Erachtens U. Berliörein der Revue benedictine 23, S. 290 gezeigt. Auch Cluny gab dem KlosterHirsau kein festes Vorbild. Dort gab es wohl ,famuli', aber sie warennoch nicht durch Ordensgelübde reguliert, nur in einem Kapitel ist von