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[Hauptbd.] (1910)
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Corvey: Rekrutierung.

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vielleicht hat gerade jeder Herr ihm unbequem gelegene Güterabgetreten, die eigentliche Heimat aber behalten. Aber mitSicherheit erkennen wir den Charakter Corveys als einer durchund durch sächsischen Klostergemeinschaft.

Der freiständische Charakter steht aber wohl auch für dieältesten Zeiten fest, denen wir uns ja bis auf fast 150 Jahreschon genähert haben. Der Begründer war ein Vetter Karlsdes Grossen, Adalhard, wenn sein Vater auch nicht aus einerebenbürtigen Ehe hervorgegangen war; dem unechten Zweigegehörten auch die Aebte Warin und wahrscheinlich Bovo I.,IL und III. an. Unter den Aebten oder Mönchen finden wirauch die andern vornehmsten Familien dieses Landes: dieBillunger, die Nachkommen Widukinds (der GeschichtschreiberWidukind gehörte wohl zu ihnen), die Liudolfinger, die thü-ringischen Grafen von Walbeck; dem Blute der Weifen ent-stammte noch Abt Adalbero (11381143). Dann gingenaus dem Kloster nachweislich nicht weniger als 21 Bischöfehervor.

Wie lange blieb der freiständische Charakter erhalten nachjener Periode, wo wir 70 freie Mönche kennen lernten? Schonder Geburtsstand des Abtes Wibald ist zweifelhaft, aber es istdoch wohl wahrscheinlich, dass dieser hervorragende FreundKonrads III. wenn auch nicht von hohem Adel, so doch freigeboren war; redete man doch in Köln davon, dass er dortErzbischof werden solle, und in Bremen hatte er starke Aus-sichten J ).

Unter den Mönchen bildeten Unfreie (Ministerialen) im13. Jahrhundert sicher die Mehrheit, ein Abt dieser Zeit istzweifelhaft, im 14. Jahrhundert ist ihnen aber nachweislichauch der Abtstab zugefallen.

J ) Es ist wohl der Brief 163 (Jaffe, Bibl. 1, S. 270 f.) entscheidend.War "Wibald unfreier Geburt, warum führt er sie nicht an, um denBremer Erzstuhl abzulehnen. In Brief 212 (1, S. 331) die Gerüchte überKöln. Doch macht mich die Zeugenliste, in der sein Bruder hinter einemMeier steht, sehr bedenklich.

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