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[Hauptbd.] (1910)
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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

Wenn ich noch einmal zu der Mönchsliste zurückkehre,so sehen wir, dass in der Zeit von 1014108.1, in 67 Jahren,nur 77 Mönche eintraten, zwischen 10811107, in 26 Jahren,aher 86. Es muss das eine Ursache haben. Möglich, dassdie Hirsauer Reform, die damals eingeführt wurde, sonst aberdie Organisation des Klosters nicht berührte, die Auslese weit-herziger auffasste, doch wäre es auch denkbar, dass unterdem Eindruck der sittlichen und religiösen Erneuerung ausdem alten Umkreise eine grössere Zahl von edlen Jüng-lingen und Männern sich angezogen gefühlt hätte.

Als freiherrlich ist nach den Worten eines Chronistenauch das Bistum Bamberg begründet worden. Der KanonikusHeimo von St. Jakob in Bamberg ist dessen ein Zeuge, aller-dings ein recht später, denn er starb 1139! Er sagt vonKaiser Heinrich IL, der damals noch nicht heilig gesprochenwar, er habe ausserhalb der Stadt zu Ehren des ErstmärtyrersStephanus eine Kirche gebaut, damit, da in der Domkirchenur allein edle und vornehmere Personen aufgenommen würden,hier die minderen und die Frauen eine Stätte für die kanonischeLebensweise fänden. Wenn aber jemand noch nach einerstrengeren Ordnung nach der mönchischen Regel lebenwollte, so sei dafür vom Kaiser das Kloster auf dem Michaels-berge gegründet 1 ). Die Wortesole nobiles et eminentiorespersone' nach dem Wortgebrauche Heimos zu untersuchen,geht nicht an, da dessen Werk nur zum Teil gedruckt ist,ihre tatsächliche Anwendung aber zu prüfen ist sehr schwer,da die Urkunden zur Geschichte des Domstiftes erst mühseligzusammengesucht werden müssten.

Aber eines vermag ich schon heute zu sagen: absolut

') Heimo, über de decursu temporum in Jaffe, Bibliothec. rer.Germ. 5, p. 545 f.:ut, cum maiori sole nobiles et eminentiores personeadmitterentur, hie minores et mulieres in Christi militiam ordine cano-nico locum assumendi invenirent."

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