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[Hauptbd.] (1910)
Entstehung
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Neuntes Kapitel.

Erfolgreiche Nachweise bei St. Gallen, Monheim,Quedlinburg und Corvey. Domstift Bamberg.

Da das Land der Traditionsbücher uns keinen glattenErfolg gebracht hat, wenden wir uns dem Kloster zu, dasneben einem ausgezeichnet erhaltenen Archive auch reich istan historischen Erzählungen, die sich fast lückenlos aneinanderschliessen 1 ). Wer sich in das Klosterleben eines alten aristo-kratischen Benediktinerklosters einlesen will, greift zuerst nachden Geschichtsquellen von St. Gallen.

Für die jüngste Periode, die Zeit der Geschlechtsnamen,von 1200 bis 1419, wo durch päpstliche Provision ein fremderAbt eingesetzt wurde, kennen wir 54 Mönche, von denen mitAusnahme eines einzigen der edelfreie Charakter feststeht 2 ).Ueber diese Zeitgrenze können wir auf Grund der Chronikenwenigstens die Abtliste fast lückenlos bis in die Tage desInvestiturstreites zurückverfolgen 3 ).

Der Geschichtschreiber Ekkehard liefert nun ein Zeugnis,

*) Ich zitiere die folgenden Ausgaben: Ratperti Casus s. Gallied. Meyer v. Knonau in den St. Galler Mitteilungen z. vaterl. Ge-schichte Bd. 13. Ekkehardi Casus s. Galli ebda. Bd. 15. 16.Die nächste Fortsetzung (Burchard?) Bd. 17 (dort auch Konrad vonFabaria). Christian Kuchenmeister Bd. 18. Alle reich kommen-tiert von Meyer v. Knonau. Catalogus abb. s. Galli herausg. vonMeyer v. Knonau, Mitteil. Bd. 11. Annales San Gallenses maiores,Bd. 19.

2 ) Vgl. Exkurs XI. Erster Teil.

3 ) Exkurs XI. Zweiter Teil.