Niedermünster in Regensburg.
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Masse zuwandte, wie die anderen Gemahlinnen des liudolfingi-schen Hauses sich für die Frauenstifter Sachsens interessierten.Sie bestattete ihren Gatten dort und nahm dann den Schleier ander Stätte, für die sie so sorgte, dass schon ihr Enkel, KönigHeinrich IL, von ihr sagte, sie habe von Grund aus die Abteierrichtet. Sterbend sprach sie ihrem Sohne den Wunsch aus,er möchte ihr Gelübde, aus dem Stifte ein Kloster zu machen,erfüllen. Der hl. Wolfgang begründete als ein Kloster neuMittelmünster und reformierte im Auftrage des Herzogs diebeiden Stifter von Ober- und Niedermünster. Aus diesemmussten die Schwestern, die widerspenstig waren, weichen. Be-rufen wurde als Aebtissin Uota, eine edelgeborene Schwäbin.Fictas pellendo sorores — war die Stiftung einem strengenklösterlichen Leben nach der Regel des hl. Benedikt durchdas gemeinsame Vorgehen des Bischofs und des Herrn desKlosters, des Herzogs Heinrich IL gewonnen worden — nochheute bildet das Regelbuch von Niedermünster mit den Regelndes hl. Benedikt und des Cäsarius von Arles eine Zierde derköniglichen Bibliothek zu Bamberg. In ihm finden wir nebendem Bilde des Herzogs das der Aebtissin, und die Verse, welchesie rühmen, erzählen uns von ihr:
Hac epiphania splendet venerabilis UotaEdita de Suevis natalibus inclita summis.
Für den Reichtum des Klosters ist wohl der glänzendsteBeweis das Evangeliar, das eben diese Uota herstellen Hess, vonSwarzenski als das bedeutendste Werk abendländischer Buch-malerei jener Zeit bezeichnet 1 ). Heinrich IL gab dem Klosterdie besten Rechte, welche irgend ein Reichskloster besitze 2 ).
') Ueber Niedermünster in dieser Zeit vgl. vor allem Swarzenski,Die Regensburger Buchmalerei. Leipzig 1901. Jene Charakteristik S. 88.
2 ) DE II 29 von 1002 Nov. 20.: „optima ea libertate donamus,qua cetera monasteria regalia ubicumque terrarum nostri regni perfruividebuntur"; hier ist ausdrücklich die: „regula sancti Benedicti" hervor-gehoben.