Regensburger Klöster.
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nichtete, diesem Kloster aber ein gnädiger Fürst blieb, ibreRuhestätte gefunden. Das Kloster Niedermünster sab ArnulfsTocbter, Juditb, die die Tradition der Liutpoldinger auf ibrenGemabl, den Sachsen Herzog Heinrieb übertrug, unter seinenNonnen. Aucb er, der stolze Bruder Ottos des Grossen, wardbier beigesetzt, wo dann seine Witwe den Scbleier nabm. InObermünster aber rubt jene Königin Hemma, Gemahlin Lud-wigs des Deutseben, die in das Haus der Karolinger die böseErbschaft der Epilepsie brachte. Regensburg war der Sitz,fast die Residenz der letzten deutschen Nachfahren Karls desGrossen, und das bayerische Herzogtum trat in ihre Stelle ein.Der Abt von St. Emmeram, wie die Aebtissinnen der beidenStifter, gehörten dem Reichsfürstenstande an. Mochten andereStiftungen reicher sein, enger mit dem Königshause und mitder herzoglichen Familie waren keine verbunden.
Das Kloster St. Emmeram unterstand ursprünglich mitdem Kollegium der Kanoniker der Kathedralkirche dem Bischöfevon Regensburg, bis der hl. Wolfgang, der einen der Reformerdes Klosterlebens, Ramwold (f 1000), aus St. Maximin bei Trierherbeirief, dauernd einen Abt an die Spitze des Klosters stellteund die Güter zwischen dem Domkapitel und dem Kloster teilte.
Die Bischöfe vergassen aber nicht den Verlust, sie wohntenlängere Zeit im Kloster und erhoben von ihm Servitia; diewiderspenstigen Mönche sahen darin einen Missbraucb, undum sich zu decken, griff einer von ihnen, Otloh, zu Fälschungen,die beweisen sollten, dass das Kloster vom Bischöfe exemt seiund unmittelbar dem Reiche unterstehe. Der Fälscher musstesich 1062—66 in Fulda eine Unterkunft suchen 1 ).
Das reiche Material an Traditionen aus der Zeit von Ram-wold bis etwa 1064 nennt die Namen von 29 Mönchen undKonversen; bei keinem liegt ein Grund vor, ihn für unfrei zu
*) Vgl. Lechner, Zu den falschen Exemtionsprivilegien für St.Emmeram. Neues Archiv 25, S. 627—635. Dazu die Urkunden im Mün-chener Reichsarchiv.
Schulte, Adel u. deutsche Kirche im Mittelalter. 7