Geburtsstand der Bischöfe.
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herrschte, auch die Wahlen beherrschte; aber die Klasse desniederen Adels nutzte ihr Stimmübergewicht nicht aus, sondernhielt an einer alten Tradition fest, die dahinging, dass derBischof aus vornehmem Blute entsprossen sein müsse. Esmuss das eine Tradition sein, die über die Tage des WormserKonkordates zurückging!
Es folgt die weitere Frage: Wie stand es vor dem WormserKonkordat, in jenen Zeiten, in denen die deutschen Könige dieBischöfe zum Teil geradezu ernannten?
Es ist selbstverständlich, dass in diesen Jahrhunderten,denen der Gebrauch der Geschlechternamen noch unbekanntwar, mancher Bischof aus den Quellen sich nach seiner Standes-zugehörigkeit nicht bestimmen lässt oder dass man bei Ver-mutungen stehen bleiben muss. Die Gesamtstatistik der 18untersuchten Suffraganbistümer einschliesslich der beiden Metro-politanstühle gibt uns folgende Tabelle:
Tafel über den Geburtsstand der Bischöfe derMetropolitan-bezirke Mainz und Köln.
Jahrhundert . .
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
Summe
Freiherren (Freie)
44
51
68
107
126
128
77
601
Vermutlich Freie
18
17
49
30
2
—
—
116
Ministerialen . .
—
—
2
2
31
47
44
126
Unfreie ....
2
—
3
—
—
—
—
5
Bürgerliche . .
—
—
—
—
2
17
3
22
Ausländer') . .
—
—
1
—
—
3
1
5
Unbekannt . .
42
39
31
22
8
7
3
152
106
107
154
161
169
202
128
1027
Wir finden also vor dem Wormser Konkordat nur inzwei Jahrhunderten Unfreie und Ministerialen überhaupt notiert:im Zeitalter der Karolingen und im 11. Jahrhundert.
') Diese Kolumne führt in so fern irre, da Simon sie durchführt,Pelster aber seine neun Ausländer der Geburt nach verteilt hat.