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A. Schulte. Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
Unfreien erhob; jedenfalls war er nicht aus hervorragen-dem Geschlechte und Heinrich IV. zwang ihn dem KölnerKlerus und Volke auf, um einen völlig abhängigen Erzbischofdort zu haben 1 ). In Salzburg wurde 1255 zum ersten Maleein Nichtedler zum Erzbischof gewählt 2 ).
Die Betrachtung von 18 deutschen Suffraganbistümerngibt uns trotz lokaler Abweichungen doch ein überraschendeinheitliches Bild. Einzelne von ihnen halten durchaus an derBegel fest, Edclfreie dem Bistume als Oberhaupt zu setzen,die Ausnahmen sind durch bestimmte Vorgänge hervorgerufen,kein einziges Domkapitel, auch wenn es fast vollständig ausdem niederen Adel sich rekrutierte, bevorzugte seine Standes-genossen gegenüber den Uebergenossen, vielmehr ist es um-gekehrt.
Heinrich von Isny (bürgerlich, Dominikaner, Arzt) (1286—1288) von
der Kurie ernannt.Peter von Aspelt (bürgerlich, Arzt, Kanzler) (1306—1320), von der
Kurie ernannt.Konrad II. von Weinsberg (damals vielleicht schon zum hohen Adel
gerechnet) (1391—1396).Theodor von Erbach (damals vielleicht schon zum hohen Adel ge-rechnet) (1434—1459).Trier: Kuno II. von Falkenstein (ursprüngl. Reichsminister.) (1362 bis1388). Werner von Falkenstein (1388—1418).Raban von Helmstatt (1430—1439), providiert von der Kurie.Magdeburg: Rudolf von Dingelstedt (1253—1260).
Heidenreich" von Erpiz (Ministeriale) (1325—1327), erwählt.Dietrich Kagelwit (bürgerlich) (1361—1367), von der Kurie ernannt.Peter Gelyto (nichtadlig, Kanzler) (1371—1381) „ „ „ „
Friedrich von Hoym (Minister.) (1382).Köln: Kuno von Falkenstein (Administrator), 1362—1363, ernanntvon der Kurie.
') Hildulf war königlicher Kaplan, Stiftsherr von St. Simon und Judain Goslar, also Hofkleriker. Lambert sagt von ihm: „genere obacurus."Der Kölner Klerus und das Volk protestierten. Vgl. Meyer v. Knonau,Heinrich IV. u. V. 2, S. 646. Pelster S. 8.
2 ) Ulrich Bischof v. Seckau, vorher Protonotar des Herzogs Fried-richs II. von Oesterreich, siehe Widmann, Gesch. von Salzb. 1, S. 362.