Westfälische Frauenstifter.
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die Reihenfolge einen deutlichen Unterschied zwischen denalten Stiftern mit freiherrlicher Spitze und den jüngeren: dieoffizielle Reihenfolge war damals Vreden, Freckenhorst, Borg-horst, Metelen, Nottuln, dann: Asbeck, Langenhorst, Wit-marschen, Hohenholte und Bocholt, hei allen galt adlige Ge-burt : ).
Später hatten einen rein freiherrlichen Charakter Herfordund Vreden 2 ).
Die Stiftskanonissen hiessen in Nottuln und Vreden im
13. Jahrhundert „dominae" 3 ), ebenso in Freckenhorst im
14. Jahrhundert 4 ), aber auch in Asbeck findet sich dieser Aus-druck in einer Urkunde von 1188, worin die Zahl der auf-zunehmenden „dominae" auf Bitten von Edeln und Mächtigenauf 40 eingeschränkt wurde 5 ).
Dieser Weg führte also nicht zu dem gewünschten Ziele,aber er zeigte in dem Walde doch einigermassen die Richtung.Durch die Buchen schimmerte auch dieses Mal dasselbe Licht,wenn auch nur undeutlich. Wir konnten aber nicht zweifellosmachen, was Jostes schon vorher ausgesprochen, dass Frecken-horst und Herford einst hochadlig gewesen seien u ). Wir lernteneine Gruppe von Stiftern mit edelfreier Spitze kennen undfanden zunächst rein örtlich: alle Konvente, welche eineDienstmannenschaft hatten, hatten eine edelgeborene Aebtissin;
') Hüsing, Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, S. 163 f.
2 ) Für dieses bezeugt durch ein Instrument von 1485: „Item . . .pro nobilibus personis de prosapia ducum, comitum et baronum procreatisfundata, habens . . . canonissas etiam de nobili genere exortas," Westf.Zeitschr. 49, 1, S. 119. Fink a. a. 0. S. 41.
3 ) Vgl. das Heberegister bei Darpe a. a. 0. 6, S. 245 u. 251:„dominae nostrae" und „procurationes dominarum". Für Vreden "Westf.ÜB. 3 Nr. 1802 und Inventare nichtstaatl. Archive Beiband 1, S. 65.
*) Codex traditionum Westfalicarum 1, p. 103. 129 (im Eid derAebtissinnen).
5 ) Erhard, Heg. Hist. "Westf. 2 Nr. CCCCLXXXII.
6 ) Zeitschr. f. deutsches Altertum 40, S. 145. Ebenso hat er es fürEssen ausgesprochen.