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[Hauptbd.] (1910)
Entstehung
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"Westfälische Frauenstifter.

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zirkes, ausserdem lagen in nächster Nachbarschaft noch, ab-gesehen von den rheinischen Stiftern: Meschede, Neuenheerse,Wunsdorf, Herzebrock, Boedecken, Herdecke, Kemenade, Ge-seke und Fischbeck. Unsere Untersuchung lässt die zuletztgenannten beiseite und beschränkt sich auf folgende der Grün-dungszeit entsprechend aufgeführte Stifter: Nottuln, Liesborn,Herford, Vreden, Freckenhorst, Metelen, Borghorst und Ueber-wasser (Liebfrauen in Münster).

Die vornehmere Lebenshaltung aller acht Stifter wird da-durch verbürgt, dass sie ausnahmslos Dienstmannen besassen,sogar das erst 1040 gegründete Ueberwasser; bei Herford,Vreden und Metelen x ) finden wir mehrere Erbäniter, aber auchVreden und Freckenhorst hatten ihrenDroste" 2 ), Ueberwassereinen Kämmerer. Der Droste erscheint hier in seinem uraltenCharakter, als der Oberknecht, der erste unter der Ministe-rialität, der Ordner der Schar trohtsazzu. Als Eigenklösterwaren Borghorst und Metelen begründet, wenigstens sollte dieAebtissin, so lange das Geschlecht der Gründer blühte, aus ihmentnommen werden; dem Reiche gehörten Herford (vorüber-gehend kölnisch) und Vreden (das nach vorübergehender Herr-schaft des Erzbischofs von Bremen an den von Köln kam).Die Magdeburger Kirche behielt dauernden Einfiuss in Borg-horst.

Die Finksche Untersuchung der Konvente, die wieder mit.den Geschlechtsnamen arbeitete, ergab, dass kein einziger nurDamen edler Geburt umschloss: in Freckenhorst war 1298 über-haupt keine Edelfreie im Konvente, alle uns bekannten aus Not-tuln und Metelen waren aus dem niederen Adel hervorgegangenoder bürgerlicher Abkunft, in Ueberwasser waren alle ritter-licher Geburt, aber nur zwei davon edler. Die vornehmsten

') Dapifer und pincerna in Metelen, Herford nach Reg. Westf.ÜB. 3. Vreden: pincerna, dapifer und camerarius, Westf. Zeitschr. 48,1, S. 178.

2 ) Freckenhorst, Westf. ÜB. 3 Nr. 665, auch sonst nach dem Registerdieses Bandes.