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[Hauptbd.] (1910)
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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

dem 1340 gestifteten Klarissenkloster Ciarenberg im kölnischenWestfalen wurde ein adliges Damenstift. In Florenz hattendiedomine penitentie de vestitis s. Crucis" Franziskane-rinnen oder Dominikanerinnen? noch nicht 100 Jahre nachdem Tode der beiden grossen Ordensstifter den Beinamen Ba-ronisse x ).

Doch bei all den genannten Klöstern handelt es sich umden gesamten Adel, der allerdings durch den Briefadel aufseiner Zahl gehalten wurde, vielleicht noch wuchs. War dennaber nicht der Stand des freien Adels in einem ununterbrochenenstarken Eückgange? Haben nicht längst die Provinzialhisto-riker das Zurückweichen festgestellt?

Allgemeine und unbestimmte Beobachtungen haben nichtdie Kraft der Ueberzeugung. Da es sich um sehr wichtigesozialgeschichtliche Vorgänge handelt, ist es wohl nicht über-flüssig, diesen Dingen näher zu treten. Ein bis an das Endedes Mittelalters reichendes Urkundenbuch existiert für keingrösseres Gebiet des alten Deutschlands, aber ein Werk kanndoch einen gewissen Ersatz bieten, es ist das von AlbertKrieger mit unendlichem Fleisse bearbeiteteTopographischeWörterbuch des Grossherzogtums Baden", da der Bearbeiterauch den nach Orten sich nennenden Adel, ja die so benanntenBürgergeschlechter aufgenommen hat. Das Werk erstrebt nichtVollständigkeit, für die älteren Zeiten sind die Angaben sehrreichlich, und für einen Teil der Geschlechter haben wir jaeine Kontrolle durch das gleichfalls von der badischen histori-schen Kommission herausgegebene Werk Kindler von Knoblochs:Oberbadisches Geschlechterbuch, das bis aufNiiFern" vor-gedrungen ist. Hier sind die Angaben noch reichlicher, derHerausgeber hat sich aber nicht völlig von den sagenhaften odererlogenen Angaben frei machen können, welche so leicht sichan die Genealogie ansetzen, auch sind ihm die Unterschiededer Adelsklassen nicht so klar, wie notwendig.

J ) Davidsohn hat mich darauf aufmerksam gemacht; vgl. David-sohn, Forschungen z. Gesch. von Florenz 4, S. 417.

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