Vilich, Thorn, Nivelles.
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Aus dem benachbarten Sprengel von Lüttich hat aufmeine Veranlassung Peter Wenzel drei Frauenstifter bearbeitet:Thorn, Nivelles und Andenne x ). Bei dem mit einem deutsch-redenden Konvente besetzten Stifte Thorn (gegründet 992?)ist der Beweis eines freiständischen Konventes durchaus er-bracht: einmal durch Untersuchung der Personen des Kon-ventes. Wenzel weist 88 Stiftsdamen nach, die sich auf47 Familien verteilen; von diesen kann Wenzel nicht fest-stellen fünf Familien, ich rechne als zweifelhaft noch weiteredrei hinzu; von den verbleibenden 39 Geschlechtern gehörtennur zwei zum niederen Adel und in dem einen Falle prote-stierte der Konvent mit aller Energie gegen die Aufnahme,und doch war gerade diese Familie durch Kaiser Friedrich III.in den Freiherrnstand erhoben worden 2 ). Dann haben wirschon von 1310 an eine Reihe von Quellen, welche den frei-herrlichen Charakter des Stiftes bezeugen, der 1477 auch vompäpstlichen Stuhle bestätigt wurde 3 ).
Die beiden anderen Stifter — ursprünglich Klöster: Ni-velles, eine Gründung der Witwe Pipins des Aelteren (nach640), und die 692 begründete Tochterstiftung Andenne — zeigenzwar ebenfalls eine sehr vornehme Zusammensetzung, dochsinkt sie seit dem 13. Jahrhundert. Da beide fast nur Wal-loninnen aufnahmen und die Adelsverhältnisse Belgiens wie-des benachbarten Frankreichs, wenn auch wohl ursprünglichden deutschen nahe verwandt, doch später andere Züge zeigen,
] ) Peter Wenzel, Drei Frauenstifter der Diözese Lüttich nachihrer ständischen Zusammensetzung bis zum 15. Jahrhundert. BonnerDissertation 1909.
■) Wenzel rechnet als zweifelhaft die Berwan, Crumbach, Domar,Lenden und Lumbardia, ich rechne hinzu die Sealegge, Wertenbergheund Wildenfels. Ministerialisch sind die von Eppelbronn (vor 1348)und die Merode, gegen die 1477 der Konvent (unter ihnen, zwei Wilden-fels) protestierte.
3 ) Zeugnis von 1310; das Kapitel erklärt: „viginti domicellae exutroque parentes nobiles."
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