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[Hauptbd.] (1910)
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Essen, Elten, Gerresheim.

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hatten, ernannte erst 1805 die preussische Regierung einePrinzessin von Radziwill, dann Napoleon die Tochter Muratszur Aebtissin und dieser eine neunjährige Gräfin von Wester-holt zur Kanonissin. 1811 wurde das Stift aufgehoben 1 ).

Dem Beweise durch die Geschlecbtsnamen entsprecheneinige Stellen von Urkunden: in dem Protokoll über die Wahlder Agnes von Bronkhorst zur Aebtissin (1443) werden diefünf Stiftsdamen alsillustres personae" bezeichnet, um jeneZeit erklärt eine Urkunde Papst Eugens IV. , dass in Eltennurpuellae de magno duntaxat nobili genere procreatae" auf-genommen werden, und die BezeichnungEdeljungfrau", die imStifte im 16. Jahrhundert üblich war, deutet auf dasselbe hin.

Weit weniger angesehen war das Stift zu Gerresheim(bei Düsseldorf), aber auch in diesem fast gleichzeitig mitEssen gegründeten Stifte herrschte bis zum Jahre 1585 das-selbe Gesetz wie in Elten und Essen. Der Beweis lässt sichdurch mehrere Wahlurkunden, die für den Anfang des 14. Jahr-hunderts reichlich Auskunft geben, führen, wie durch dieNamen aus der Zeit des Niederganges. Schmithals hat imganzen die Namen von 65 Kanonissen für die Zeit bis 1500zusammengebracht, die sich auf 42 Geschlechter verteilen.Für die Familie Beaufort (1356) bestehen meines Erachtenskeine Bedenken, die Befort, Bealfort, Beafort waren Freiherrenim Luxemburgischen. Unbekannt sind die zeitlich nicht zubestimmende Sophia de Lurike, Sophia de Ringdorp (1322)und Kunigunde de Seelse (1338). Einem ministerialischenGeschlechte gehörten zwei Kanonissen an: Margareta undElisabeth von Merode, doch war diesem Geschlechte imJahre 1473 durch Kaiser Friedrich III. die nobilitas bestätigtworden. Der Brief redet von altem Baronentum im viertenGrade, die besiegelten Beweise seien in den Kriegsläuften ver-loren gegangen 2 ), er ersetzte aber tatsächlich die mangelnde

1 ) Vgl. A. Fahne, Das fürstliche Stift Elten S. 52 ff.

2 ) Das Stück steht bei Miraeus, Opera diplomatica 1, S. 461.Chrael Reg. Frider. kennt e3 nur au3 Drucken, nicht aus handschrift-