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[Hauptbd.] (1910)
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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

Bezirk der Rekrutierung weiter erstreckt werden es tretenimmer mehr entlegene Grafengeschlechter auf: Gleichen, Daun-Oberstein, Leiningen, Beichlingen, Wertheim. Im Jahrhundertder Reformation kam eine Montforterin -vom Bodensee, eineOettingerin aus dem Riesig Im 17. Jahrhundert stellen sichauch einige nicht reichsunmittelbare Risicbsgräfinnen einSpaur, Wolkenstein, Harrach; wohl wehrte man sich imStifte gegen diese Auersperg und Trautmannsdorf, Schwarzen-herg und Liechtenstein. Erst gerade ror dem Untergange desStiftes fanden sie Aufnahme.

Wurde bei Essen die Forschung von den recht zahlreichenWahlprotokollen chronologisch sehr sicher geführt, so habenwir bei dem auf dem letzten Berge des Niederrheins thronen-den Elten eine sehr reiche, aber chronologisch nicht fassbareUeberlieferung, ein Totenbuch, das schon aus so alter ZeitGeschlechtsnamen vonancillae Dei" bringt, dass wir unsnicht wundern dürfen, wenn mehrere Familien in diesen relativurkundenarmen Gebieten überhaupt nicht mehr nachgewiesenwerden können.

Das Ergebnis der Untersuchung ist folgendes. Es sindim ganzen 62 Geschlechter im Kloster vertreten, davon sind18 erweislich gräflichen und 27 freiherrlichen Standes. 12 sindihrem Geburtsstande nach oder überhaupt sonst unbekannt.

Zweifelhaft vielleicht ministerialisch sind die Brakelund andere Geschlechter 1 ).

Auch in Elten hielt sich der vornehme Charakter bis fastzum Untergange. Nachdem sich die reichsgräflichen Damenmit Glück aller landsässigen Gräfinnen, auch wenn sie denTitel einer Reichsgräfin oder Reichsfürstin führten, erwehrt

') Von Meestein würde ich ruhig zu den vomme Steine rechnenund, da sie uns schon in Köln begegnet sind, den Freiherren zuzählen,dahingegen bin ich bei Klereff und Meer mehr im Zweifel als Seh mit-hals. Unsicher sind die Asbeke, Heimonde, ganz unklar Busselstein(f 1362), Croestorpe, Dundenstorpe, Hirnen, Horst, Kenenburg, Maesacker,Malle, Niestein, Winstorp, Wispelaer.

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