Werden. Essen an der Ruhr.
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zwei Geschlechter sind nicht als freiherrlich zu belegen: Vir-lans (1292) und Volclo (1275) x ). Die Ruhnieszeit Essens wardas 10. und 11. Jahrhundert, aus ihm stammt der grössteTeil des Baues, w|nn auch manche Stücke noch älter sind;damals war es eine Trägerin der Kultur, damals war Aeb-tissin Mathilde, die Tochter Herzog Liudolfs von Schwaben,also eine Enkelin Ottos des Grossen, nach ihrem Tode gingder Aebtissinnenstab an Sophia, die Schwester Kaiser Ottos III.über, und dieser folgte 1039 eine Nichte Theophanu, dieTochter der Mathilde, die einst sehr gegen den Willen vieler,aber schliesslich doch mit der Duldung ihres Bruders Otto III.,den lothringischen Pfalzgrafen Ezzo geheiratet hatte. Mathildesoll nach den allerdings durchaus sagenhaften und viel jüngerenAngaben der Fundatio monasterii Brunwilarensis in Aachenbeim Brettspiel dem Kaiser abgewonnen worden sein. Werdreimal gewinne, so sei abgemacht worden, solle von desGegners Gütern nehmen können was er wolle. Der SiegerEzzo fordert Mathilde und holt sie aus der Stiftsschule inEssen ab 2 ). Kostbare Gaben dieser sächsischen Fürstinnensind bis heute der Essener Kirche verblieben 3 ). Das reich-haltige Essener Nekrologium zeigt uns die enge Verbindungdes Stiftes mit dem sächsischen Kaiserhause, aber auch dienächsten Könige sind bis Friedrich einschliesslich genannt(mit Ausnahme von Heinrich V. und Konrad HL), von Kaise-rinnen auch Gisela (Gemahlin Konrads IL) und Richenza (Ge-mahlin Lothars) 4 ).
Auch in Essen musste der ursprünglich nachweisbare enge
') Die Cragenheim setze ich gleich Craienheim und die waren frei-herrlich.
2 ) Fundatio monast. Brunwilarensis M. G. SS. 11, S. 397. Zur Kritikvgl. Hirsch, Jahrbücher unter Heinrich II. 1, S. 447—454.
3 ) Vgl. Georg Humann, Die Kunstwerke der Münsterkirche zuEssen. Mit einem Atlasse. Düsseldorf 1904.
4 ) Vgl. die Ausgabe von Konrad Ribbeck im 20. Heft der Bei-träge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen.