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Frankreich und das linke Rheinufer
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ringen zum Narrenseil, an dem die französischen Sturmbataillonein die englischen Neihen eingeschoben werden und verbluten.

1888 erhielt Nußland die erste Anleihe, und nun stoß dasfranzösische Gold dorthin, um den Bau von Eisenbahnen, die Ve?schaffung von Kriegsmaterial zu ermöglichen und dem Staate sodie Aufmarschfrist abzukürzen. 1903 kam es auch zur ersten Ver-ständigung mit England. Seit der Einkreisungspolitik Eduards VII.entwickelte sich eine andere Auffassung der Nheingrenze in Eng-land. Frankreich band sich,immer mehr an Nußland, vor allemseitdem Poincare 1913 zum Präsidenten gewählt worden war;denn dieser Lothringer war erfüllt von der Nevancheidee, seineWahl fand unter ihrem Zeichen statt, zielbewußt steuerte er auf denKrieg hin. Seine Kaupthelfer Millerand und Telcasse erfülltederselbe Eifer. Es widerspricht ja dem Geiste einer Demokratie,daß sie sich durch geheime > Verträge bindet, die nicht einmalden Volksvertretern, geschweige dem Volke unterbreitet werden.Aber wie in den Tagen des Vaseler Friedens es dieRepublikaner"der Nevolutionszeit taten, so setzten ihre Epigonen die Prinzipienbeiseite, weil es zweckmäßig erschien, ja es kann sein, daß nichteinmal immer das Gesamtministerium Kenntnis erhielt.

Als der Mord von Serajewo die Krisis heraufbeschwor, warFrankreich durch einen Geheimvertrag an Nußland gebunden. Esmag sein, daß man gern den Krieg noch bis zum Abschlüsse derrussischen Kriegsbereitschaft hinausgezögert hätte, wir kennen aberdie Abmachungen nicht, die Poincare bei seiner Anwesenheit inNußland im Juli 1914 traf. Die militärische Lage in dem drohendenZweifrontenkriege wurde jedenfalls für Frankreich wesentlich ge-bessert, wenn die russische Mobilmachung vor dem wirklichen Kriegs-ausbruche möglichst weit gelangte und wenn Frankreich möglichstspät in den Krieg gezogen wurde. Die Zeugenaussagen in demProzesse Suchomlinow haben es der Welt klargemacht, daß dieserKriegsminister die Dreistigkeit hatte, den Zaren zu belügen undein anderer hoher Militär, Ianustewitsch, sein Ehrenwort daranwagte, um die deutsche Votschaft hinter das Licht zu führen. Dierussische Mobilmachung war das Ende jeder ernsten Hoffnung aufErrettung des Friedens, und nun war das Signal für die Aktionder Einkreisung gegeben.

Es lag aber im Interesse Frankreichs wie Englands, möglichstviel Zeit zu gewinnen, möglichst lange Frankreich vor dem Ein-

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