niarsche deutscher Truppen zu behüte»; die oben ausgeführten mili-tärischen Gesichtspunkte rieten es an wie die Nücksicht auf dieVolkskreise, welche für die Erhaltung des Friedens eintraten.Iaures wurde ermordet. Nachdem Deutschland trotz seiner Ver-handlungen alle Aussichten auf eine gesicherte Neutralität Frank-reichs geschwunden sah, erklärte es am 2. August an Frankreich denKrieg. Diese Teutschland durch, die Lage aufgezwungene Initiativehatte für die französischen Kriegshetzer einen doppelten Vorteil.Einmal trieb sie den französischen Friedensfreunden wie Sembatden Wind aus den Segeln. Tann aber ließ sich auf die deutscheKriegserklärung der sophistische Schluß aufbauen: Frankreich habeden Frankfurter Frieden heilig gehalten, Deutschland ihn gebrochen,er existiere nicht mehr, von selbst kehren die 1871 abgetretenen Pro-vinzen von^Nechts wegen in ihr altes Verhältnis zurück, sie sindwieder Teile des einigen Frankreichs. Es bedarf also nicht einerAbstimmung der Elsaß-Lothringer über ihre Willensmeinung, einPlebiszit ist nicht nur überflüssig, sondern es gibt darauf auch fürdie Elsässer keinen Nechtsanspruch. All das widerspricht aber derrepublikanischen Lehre, der Doktrin, daß nur die freie Zustimmungder Bevölkerung über die Zugehörigkeit zum Staate zu entscheide,»hat. Es gibt zwar in Frankreich eine Anzahl von Anhängern desPrinzipes, es steht jedoch nicht zu erwarten, daß sie mit ihrerPrinzipientreue siegen. Prinzipientreu würden die leitenden Kreiseerst werden wollen, wenn sie die moralische Gewißheit hätten, daßdas Plebiszit zweifellos zugunsten Frankreichs ausfallen würde.Di^se aber besteht nicht, und gerade die französischen Elsaß-Loth-ringer, ihre Organisationen, gerade diejenigen, welche am Deut-schen Neiche Landesverrat begangen haben, sind es, welche sich 'gegen ein Plebiszit aussprechen. ^
Die auf Grund des freiesten Wahlrechtes gewählten Bezirks-tage von Elsaß-Lothringen ^ haben sich für die Treue gegenüber dem
^ Der Studienausschuh für Elsaß-Lothringen, die ^zzociation ßsnerale6e l^lsace ^olraine, die Lociets cle ?lc>tection, die I^ecleration, die I^ueKepudlicaine, die I/nion amicale ^»sw. haben dies zum Beschluß erhoben.Köln. Zeitung 191,7, Nr. 809. Ebenso äußerten sich Weil! und Lichten-berger, ebenda, Nr. 1053.
^ Vei der letzten Kauptwahl 1911 wurden rund 9500 ausgesprochennationalistische Summen abgegeben gegen 286900 Stimmen für andereParteien! Vei der Stichwahl erlagen die „Nationalisten" Vlumenthal,dessen Wiege in einem russisch-polnischen Ghetto .stand, Helmer, Laugel undPreiß. Wetterl6 nahm seinen Sitz beim elsässischen Zentrum.
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