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der Neichslande hinwies; damit rührte man die Humanitär gerichtetenLeute. Da handelte es sich dann um das menschliche Erbarmen,nicht mehr um das Necht Frankreichs. Es ist ja rührend, zu denken,diese biederen Leute setzen ihre Hoffnung — auf den Zaren! Dieöffentliche Meinung wendet sich immer der auswärtigen Politikzu, und dabei vergißt man, wie notwendig für Frankreich die Sozial-Politik und die Einführung der Einkommensteller wäre. Der fran-zösische Zeitungsleser — auch der Sozialist und der Radikale —wird von dem Plutokraten an der Nase herumgeführt, denndieser beherrscht die käufliche Presse, soweit sie nicht vyn ausländi-schem, namentlich russischem Gelde lebt.^
Die auswärtige Politik aber wurde im wesentlichen von denMinisterialräten geleitet; denn die Minister wechseln zu schnell.Wohl hatte einst der Lothringer Jules Ferry die Politik von allenAbenteuern ferngehalten; auf den letzten gemäßigten MinisterHanotaux folgte aber 1898—1995 Delcafse, der, um zur Nevanchezu gelangen, mit England sich auf guten Fuß stellte. Er wurdenoch einmal gestürzt. Es gab noch immer Politiker, die am Friedenmit Deutschland festhielten, wie Iaures, der Frankreich aus der Ver-kettung mit Nußland und England herausgelöst wissen wollte,dessen Ermordung unmittelbar vor Kriegsbeginn noch imm«- nichtzu einer Gerichtsverhandlung geführt hat, wie Sembat, der denklaffenden Zwiespalt zwischen monarchischer Kriegspolitik undrepublikanischer Friedenspolitik in einem bedeutsamen Buche klar-legte. Aber sie ging schließlich die Welle hinweg oder siefolgten ihr.
George Kerve hat in seiner „Victoire" vom 14. Oktober 1917geschrieben: „Endlich ist sie gestellt, die fürchterliche Frage, dieder tiefste Grund des Krieges ist, die den ganzen Welt-zusammenbruch verschuldet hat, die Frage nach Elsaß-Lothringen." ^Da Deutschland keine Änderung seiner Grenzen wollte, so enthaltendiese Sätze das Arteil über Frankreich. Frankreich wartete auf dieStunde, wo Nußland, wo England sich ihm gesell«! würden; bisdahin war man ohnmächtig. Um die Nachelust an Deutschlandzu befriedigen, verkaufte sich Frankreich erst an Nußland, dannselbst an den natürlichen Gegner England; so ward Clsaß-Loth-
' Vgl. darüber die russische Zeitung Koveck vom 17. Juni 1917 (Köln.Zeitung 1917, N. 735).
° Kölnische Zeitung 1917, Nr. 1023.
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