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Frankreich und das linke Rheinufer
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Könige und Kaiser, aller seiner Negierungsformen in der Erinne-rung hat, folgt nicht dem Gebote der Klugheit. Von deutscherSeite ist mit fester Ausdauer alles versucht worden, ein erträglichesVerhältnis herzustellen. Vismarck hat die Ausdehnung des fran-zösischen Kolonialbesitzes begünstigt, und das galt auch später alsRegel. Aber die Franzosen wenn auch nicht alle starrtenauf das Loch von Velfort. Sie empfanden immer weniger denalten Gegensatz zu England und ließen sich sogar Faschoda gefallen.Diese Revanchepolitik wurde, wie schon berührt wurde, vonden ausgewanderten Elsaß-Lothringern geschürt. Ich habe mirauch diese Literatur verschafft und sie durchgesehen, sie steht außer-ordentlich tief, sie arbeitet mit geschichtlichen Verzerrungen und mitsentimentalen Redensarten; die Schneppenhaube der Elsäfserin,diese alte deutsche Tracht, die Frankreich zweimal auf die Pro-skriptionsliste gesetzt hatte, wurde das populäre Zeichen unddie Störche von Straßburg. Aus der ganzen Literatur ragt keinWerk als bedeutend hervor, wenn man von den Arbeiten vonLefebure, Pfister und Reuß absieht. Aber in solchen Fällen kommtes nicht auf die Qualität an, sondern auf die Wirkung. Gassenhauerverbreiten sich leichter als die Werke ernster Musik. Die franzö-sische Schule war es, die in Schulbüchern und Atlanten den kleinenKindern Gedanken vorlegte, einprägte und einhämmerte, als seidem in Wirklichkeit durchaus annexionistischen französischen Volkevon Deutschland ein bitteres' Unrecht durch dieAnnexion" von^Elsaß-Lothringen geschehen. Unsere Soldaten sind erstaunt gewesenüber diese Schul- und Soldatenliteratur, die sich ja in Friedens-Zeiten der Öffentlichkeit nicht aufdrängt. Und die populäre Literatur?Vor mir liegt' die Nord-Revue vom 25. Juni 1913 mit einen,wütenden Kaßgesang, dessen Strophen sämtlich mit den Wortenbeginnen: I^e V,Kin iran^ais ne pent, etre 2,11eni2nä.

Theater, Kinos, Romane, Broschüren, Vorträge, Soldaten-schriften hetzten namentlich in den letzten Jahren; dann kamen dieZeichner: Iislm und Kansi. Man tapezierte die Gehirne der Jugendund die der Zeitungsleser mit' Zwangsvorstellungen aus. Die all-"gemeine Unwissenheit gab den besten Voden. Es entstand einpathologischer Zustand. Es gab aber immer Elemente, die sichder Erkenntnis mcht verschlossen, daß das Elsaß doch so gut wierein deutsch ist, andere, die durchaus den Frieden für Frankreich' vorzogen. Diese Kreise faßte man, indem man auf dieLeiden"

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