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die Erzlagerstätten, die sich ungleich auf den französischen (40 000 bis50 000 Hektar) und den deutschen (27 000 bis 28 000 Hektar) AnteilLothringens verteilen, eine hohe, für die deutsche Eisenindustrie aus-schlaggebende Bedeutung. Erst jetzt wurde das großartigste allerbekannten Eisenerzvorkommen der Welt nutzbar. 1872 waren erst1449 Arbeiter auf den deutschlothringischen Gruben tätig, 1912aber 16 705, und die Förderung war auf 20 000 000 Tonnen ge-wachsen. Die «Roheisenerzeugung stieg in folgendem Maße: 1872bei 30 kleinen Hochöfen 220 000 Tonnen Noheisen im Werte von23 Millionen Mark, bei Beschäftigung von 1515 Arbeitern; 1911sind es 54 Hochöfen, rund 3 Millionen Tonnen im Werte von136 Millionen, und die Arbeiterzahl war auf 8843 gestiegen. DieZugehörigkeit zum Deutschen Neiche mit seiner erstaunlichen Ent-faltung industrieller Tätigkeit gab der lothringischen Minette diefür eine solche Entwicklung notwendige Absatzmöglichkeit. GustaveHerve schrieb 1913: „Bei Rückgabe an Frankreich würde... dasindustrielle Lothringen, das heute seinen Hauptabsatz in dem be-völkerten und industriellen Deutschland findet, nachher als Absatz-möglichkeit nur noch den beschränkteren Markt des weniger be-völkerten und weniger industriellen Frankreichs haben, wo übrigensdie Konkurrenten eine alteingesessene Kundschaft besitzen."
Der Steinkohlenbergbau Lothringens hat eine ähnliche Ver-mehrung erfahren: 1872 wurden 290 000 Tonnen gefördert, 19123 539 000; die Arbeiterzahl stieg von 1844 auf 15 053.
Schon Wimpfeling erwähnt das Petroleum im Elsaß, seit1745 wurde das Vorkommen bei Pechelbronn bergmännisch aus-gebeutet, doch liegt die Steigerung in der deutschen Zeit, die Förder-menge betrug 1875 742 Tonnen im Werte von 52 000 Mark, siestieg bis 1912 auf 47 000 Tonnen im Werte von 2 831 000 Mark.«
Deutschland besitzt im Kalisalze, diesem außerordentlich wich-tigen Tüngerstoffe, die bedingungslose Weltherrschaft; denn außer-halb der deutschen Grenzen gibt es keine abbauwürdigen Vorkommenvon Kali. Bei Mülhausen im Elsasse, im Bereiche des einst menschen-leeren Nonnenbruches, liegt Kali unweit der französischen Grenze.Dort wurde es 1904 erbohrt, und heute sind für 20 000 HektarBerechtigungen ausgegeben und der Betrieb wird durch dreizehnGesellschaften betrieben, er lieferte 1912 bereits 137 243 Tonnen.
! I^^Iz^ce I^orraine 1913, ?2N5,1)äition clo .I^Quei'i'e zociale", p, 153." Wagner in Elsaß-lothr. Kulturfragen, 1914, S. 282 f.
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