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Frankreich und das linke Rheinufer
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Gedankenwelt die Sätze angehören, die Erklärung verfaßte undschrieb, sie deu Abgeordneten zusandte, zu deren Sitzungen er nie-mals kam,i h^ß der Widerspruch Kartmanns (von Münster) ver-stummte, Gambetta sie schrieb, viele sie unterschrieben ohne Nück-ficht auf die Zukunft, einige mit deutlichem Widerstreben (Tachard,Vörsch), Hartmann setzte erst nachträglich seine Unterschriftdarunter. Gambetta und den Oberelsäfsern war es gelungen, dieAbgeordneten auf den äußersten Schritt zu verpflichten, der vonihnen erreicht werden konnte. Den Beweis über die Stimmungder Mehrheit liefert das Sitzungsprotokoll: Der Beifall kam vonden Republikanern, von den Freunden Gambettas, des Partei-hauptes. Die große Mehrheit schwieg.

In einer solchen Lage erwies sich Thiers als Staatsmann, erverhinderte eine Debatte und eine Abstimmung, er sagte klar:Siedürfen sich nicht hinter die Negierung verstecken, die sie einrichtenwerden. Haben Sie den Mut Ihrer Überzeugung: entweder Kriegoder Friede." Er erreichte den Beschluß der Abteilungen:DieNationalversammlung überläßt, indem sie mit der lebhaftestenSympathie die Erklärung des Herrn Keller und seiner Kollegen ent-gegennimmt, alles der Weisheit und der Vaterlandsliebe derUnterhändler."-

Daß man ehrfurchtsvoll Elsaß-Lothringen bestatten und ^freieHand den Friedensunterhändlern geben wollte, hat außer Schnee-gans kein anderer bezeugt als einer der genauesten Kenner des fran-zösischen Parlaments, A. Claveau/ auch Jules Favre bezeichnetedie Worte Thiers' alsdie Sprache des gesunden Verstandes undder politischen Nechtschaffenheit", der Geschichtschreiber dieser Zeit,Samuel Tenis, nennt siedie Sprache der Vernunft"^ und einanderer Historiker der dritten Republik, Hosotte, kommt zu demUrteile:Es gibt schreckliche Stunden, wo die Vernunft über dasGefühl siegen muß."° Auch der heutige Präsident der französi-schen Teputiertenkammer, Paul Deschanel, verurteilt in Überein-stimmung mit Valfrey, Sorel und Hanotaux den Schritt derElsiifser, wenn auch aus taktischen Gründen. Er billigt den Protest,

' Scheurer-Keftner a. a. O. S. 7.^ Welschinger a. a. O

^ 8ouvenirz politic>ue5 et parlemenlairez 1914.

^ Uiztoiie contemporaine (19W) 3, 41,

b Hiztoire cle I» troizieme Kepubüciue (1910), S

2. 22,

145.

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