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Stunde ein günstiges Los zu sichern. Namentlich den radikalenOberelsiissern paßte das nicht.
Eine andere Gegenwirkung kam hinzu, die Stimmung dermeisten ^übrigen Abgeordneten: „Geradezu empörte uns aber,"schreibt August Schneegans, „die vollständige Gleichgültigkeit, diewir bei der großen Majorität der Abgeordneten hinsichtlich deskünftigen Schicksals der elsässischen Bevölkerung trafen. DieSprache und Haltung der Abgeordneten ließ uns gar keinen Zweifelin dieser Beziehung. Gewiß, wir begegneten einigen vereinzeltenBezeugungen von Sympathie, aber für die große Masse der Ab-geordneten waren wir nur ein Gegenstand der Verlegenheit. „Achwas!" sagten sie untereinander, um ihre instinktiven Gewissensbisseeinzuschläfern, „diese Elsässer sind immer Teutsche gewesen; schließ-lich nimmt Preußen sein Eigentum nur wieder zurück." Gar mancherfügte hinzu: „Diese Protestanten des Nordostens werden sich ein-fach in dem ihnen zusagenden Milieu wiederfinden, wenn sie an dasprotestantische Preußen annektiert werden.""
Die Abgeordneten wandten sich an ihren Kollegen Gambetta,den Feind Thiers', den Radikalen. Er war ein Advokat von wenigWissen gewesen, ein Gegner von allen Doktrinen, nicht verlegen umdie Sauberkeit seiner Gründe, aber ein Mann von impulsiver Kraft,der Frankreich so lange aufgestachelt hatte, bis es im Kampfedefinitiv erlegen war. Diesem Feuerkopfe vertraute sich sogarKeller an, obwohl er den Antiklerikalen recht gut kannte und fürchtete.Llnd Keller machte man schließlich nach einigem Zaudern zumWortführer, weil er sich auf das Auftreten im Parlamente ver«stand: es blieb dauernd das später von den Protestlern, namentlichvon Lalance geübte System, immer mit den katholisch fühlendenKreisen in», Verbindung zu bleiben. Der Mut zur Erklärung fürdie Autonomie verging, dafür wuchs die von dem alten PriifektenGrosjean zuerst empfundene Neigung zu einem theatralischen Ab-gang, die Lust an einer Demonstration. Sie wuchs um so mehr, dadeutlich die große Mehrheit der Franzosen sich entschlossen zeigte,die notwendige Amputation zu vollziehen; denn im Grunde desHerzens betrachteten die meisten Franzosen die Teutschen Elsaß'und Lothringens als Fremdlinge. Bei diesem inneren Gegen-satze lag es nahe, in einer reinen Gefühls- und Demonstrations-politik sich zu ergehen und so wenigstens sich den Beifall derRepublikaner zu sichern. So kam es dazu, daß Gambetta, dessen
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