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Frankreich und das linke Rheinufer
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erwähnten Nomantiker mit rühmlichem Eifer. Ihre Begeisterungfür deutsches Kulturgut wendet sich allmählich auch politisch demalten deutschen Vaterlande wieder zu/"

Das Gesamturteil wird von einem Franzosen so zusammen-gefaßt:Auf dem linken Nheinufer," sagt Levy-Schneider,kamenzu Napoleon von den Vornehmen und den Dienern der abgesetztenFürsten nur die, welche ihrem persönlichen Ehrgeize nachgaben oderihren Einfluß in dem Lande aufrechterhalten wollten, das sie einstverwaltet hatten, und dabei hielten sie im Gedanken an einen Um-schlag des Glückes ihre Verbindungen mit Deutschland aufrecht.'..And von den Bürgern, die sich an Frankreich angeschlossen hatten,zeigten die einen äußerste Ängstlichkeit bei jeder Manifestation desöffentlichen Lebens, die andern verfolgten nur das Wachstum ihrerKandelsangelegenheiten." ^

In der hohen Gesellschaft wie in der Masse, in den Städtenwie auf dem Lande," schreibt derselbe,fand die Angleichung anFrankreich wenig Sympathien. Die Leute des Tonnersbergs undder benachbarten Departements zeigten sich gelehrig, unterwürfig,nichts mehr. Im allgemeinen nicht unzufrieden, denn ihre materielleLage war nicht schlecht, bewiesen sie doch dem neuen Negimentekeine Anhänglichkeit. Sie waren der Tatsache nach nicht mehrDeutsche, sie waren aber nicht mit ihrem Herzen Franzosen ge-worden."^

Die Dankbarkeit gegenüber den Errungenschaften, welche imGefolge der geläuterten Gedanken der Nevolutionszeit das fran-zösische Negiment den rheinischen Landen gebracht hatte, haftetevor allem an dem Namen des Kaisers, der gerade ihnen eine leb-hafte Fürsorge zuwandte. Besonders kam das Aachen, der StadtKarls des Großen, zugute, der Stadt des Kaisers, mit dem sichzu vergleichen Napoleon oft Gelegenheit nahm. Was er auf seinerSiegerlaufbahn geschaffen hatte, war die Vollendung der alt-französischen Karlsidee. Abgesandte von Aachen wurden zur Kaiser-krönung wie zur Taufe des Königs von Nom befohlen. ^

Das damalige Geschlecht unterschied nicht, was von den Vor-teilen aus der Zugehörigkeit zu einem großen Neiche sich von selbst

i Ebenda S. 55.

^ Levy-Schneider a. a. O. S. 165 f.° A. a. O. S. 235.

* Vgl. Hashagen, Das Rheinland und die französische Herrschaft,S.191 ff.

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