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ergab und was daran spezifisch französisch war, und die nächsteGeneration verglich die neuen preußischen, hessischen und bayerischenEinrichtungen, Beamten und Zustände mit den französischen undhatte da viel auszusetzen, um so mehr, als Preußen keine Volks-vertretung erhielt und in konfessionellen Dingen nicht immer denbesten Pfaden folgte. So blieb die Erinnerung an die Franzosenzunächst lebhaft, am stärksten ist sie verkörpert in Heinrich Keine,einem Angehörigen des Volkes, das am meisten der Revolutionzu Danke verpflichtet war. Aber seine Äußerungen erregten schonden lebhaftesten Widerspruch. Mit jedem Jahre verblichen dieErinnerungen mehr. Vor allem aber ist es charakteristisch, daß dieAbwanderung nach 1814 nur die französischen Familien betraf,die das Geschick in die Lande geführt hatte. Mir ist kein deutscherNheinländer von irgendwelcher Bedeutung bekannt, der sein Geschickan Frankreich geknüpft hätte außer dem Herzog von Talberg, der,auch bei den Franzosen nicht in Ansehen stand und steht. Es gabkeine Emigration.
Die Ereignisse von 1848/49, dann vor allem die Kriege von1866 und 1870/71 verlöschten die letzten Funken von Anhänglich-keit. Es ist eine großartige Naivität, wenn noch heute Franzosenvoraussetzen, daß die Rheinländer sich wieder leicht in eine fran-zösische Fremdherrschaft einleben würden. Sie beugten sich alsLeute, deren Geburt in eine Zeit der Vielherrschaft und einesschwachen nationalen Gefühles gefallen war, das heutige Geschlechtlebt in einem großen Staatswesen und hochgeachtet in seinemVolke, in dem es auf manchen Gebieten die Führung hat. Waskönnte Frankreich ihm bieten: nichts, was es wünschte, nur Dinge,die es ablehnen würde. Es sind reine Äußerlichkeiten, die an Zeitender französischen Herrschaft gemahnen: die Leute nennen sich wohlnoch Jean, Louis und Jacques, es leben noch einige Fremdworte!Das ist alles; denn die Gedanken der Gleichheit, der demokratischenLebensauffassung sind heute auch in deutschen Landschaften ver-breitet, die nie französischen Einfluß verspürt haben.
Es ist denn doch ein sonderbarer Traum, wenn der so schnellzu Neisen entschlossene Maurice Varres, das Haupt der franzö-sischen Patriotenliga und auch Mitglied der ^caäemie tran^iZe,schreibt: „Doch unsere Kinder werden auf dem linken Nheinuferleicht beliebt werden. Llnsere Väter waren dort hochgeschätzt.Wenn diese schönen Landschaften der preußischen Brutalität ent-
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