intermediäres Stoßkissen zwischen Frankreich und Nheinpreußensich schob, wurde als schwere Schädigung beklagt.'" «-HUnkrMwar die Ausdehnung auf deutschem Voden deshalb geglückt, weiles vor sich die am meisten zersplitterten Landschaften hatte, derenGruppen völlig ungenügend waren, ja die nicht einmal die wichtig-sten Festungen mit ihren eigenen Kräften hatten behaupten können.Diesen llnfug hatte Frankreich durch seine Eroberungen, Napoleondurch sein Rheinbundsystem und Talleyrand durch sein letztes Auf-treten in inneren deutschen Fragen beseitigt. Jetzt standen mili-^ tärisch leistungsfähige Mächte an der Grenze, nur Baden spielteweiter/die alte R'olle eines kaum behüteten Staates, weil die dreiGroßmächte in Paris abermals den Nhein der natürlichen Vogesen-grenze vorgezogen hatten. Frankreich behielt nach dem Willender drei Großmächte seine Offensivstellung gegenüber Teutschland.Erscheint uns der zweite Friede von Paris als eine Unge-rechtigkeit der Großmächte gegenüber Teutschland, haben wir dasGefühl, daß England am Vorabend von Waterloo hätte wollenmüssen, wie Preußen wollte, nachher aber Deutschland vergaß,weil es in der Stunde der Not nicht gebunden worden war, so hatdie französische Auffassung sich bald wieder dem alten Gedankenzugewendet, Frankreich habe höhere Nechte als Deutschland; woeinmal, wenn auch nur zwei Jahrzehnte, ein französischer Präfektgewaltet habe, liege das Necht der Franzosen in der Erde ver>ankert. So auch heute. Selbst ein Gelehrter von dem NangeVidal de la Vlaches schreibt: „Der Vertrag von 1814 hatte denCharakter eines Kompromisses, der vom 20. November 1815 wareine Verstümmelung." ^ Verstümmelung? Wenn irgend etwas eineDesannexion war, so war es damals der Fall. Vabelon findetnoch schärfere Ausdrücke. „Der Vertrag, die diplomatische Weiheder Lüge und des Mißbrauches der Gewalt, dieser Vertrag, denman Frankreich auferlegte, das niemals aufgehört hat, gegen ihnzu protestieren, schuf in Europa das Mißbehagen, aus dem derKrieg von 1870 hervorgegangen ist." Er wagt den Satz nieder-zuschreiben: „3n^MMMr.^MMt^H ^ e Ge-
bie^v^MtHn,Men.<^6'llucuue «ui'te), mehr den Einfällen und Gewalttaten ausgesetzt
' Koser, Wie Nheinlande und die preußische Politik. WestdeutscheZeitschrift, 11, 202.
^ A. a. O. S. 221.
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