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Frankreich und das linke Rheinufer
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aussetzen: die^ mangelhafte historische Begründung und die phan-tastische Lösung, aus dem Elsasse und anderen Gebieten einen neuenNitter^rdenstaat zu machen, jene Zeit fand auch an dem unge-wohnten Tone zu tadeln, aber es war die erste mit voller Seele,mit der einfachen Kunst warmer Begeisterung geschriebene deutschepolitische Schrift die sich von der schwerfälligen Gelehrsamkeit undder diplomatisch vorsichtigen Zurückhaltung älterer Schriften frei'hielt, ein Denkstein war es in der Geschichte der deutschen Flug»schriftenliteratur. Ein Denkstein in der Geschichte des deutschenZeitungswesens war der „Deutsche Merkur" von Görres. Zwarbewegte diesen am stärksten der Haß wider den Tyrannen, dem ereinst Auge in Auge gegenübergestanden, als ihm das kosmopolitischeIdeal seiner Jugendzeit zusammenbrach, daneben die treue Sorgeum die allgemeinen deutschen Fragen, zwar beherrschte ihn einOptimismus, der segensvoll war, weil er die Schwachherzigen hob,doch auch schädlich, da er den Schwierigkeiten nicht immer auf denGrund ging, doch stärker trat allmählich auch das Gefühl für dieNotwendigkeit hervor, dem deutschen Vaterlande, das Görres sichals Einheitsstaat dachte, auch das Elsaß und Lothringen mit Metzzurückzugewinnen.

Den beiden großen prophetischen Naturen traten andere,zahmere und unbedeutendere, zur Seite. Für die immerhin noch sehtzaghafte und schwache öffentliche Meinung jener Tage ist die elsah-lothringische Frage keineswegs eine Kleinigkeit gewesen. Die übrigenSorgen, die das Vermächtnis der traurigen Geschichte Teutsch-lands seit dem Erlöschen des Einheitsstaates jedem auflegte, tratenbegreiflicherweise noch stärker hervor, aber jetzt hatte sich doch dasnationale Gewissen auch vor dem Auslande geregt, zumal demVolke gegenüber, das die Schwäche unserer staatlichen Verfassungjederzeit rücksichtslos ausgenutzt hatte und das selbst den ebenbewilligten Frieden der Großmut wieder gebrochen hatte. EinVolk war erwacht, das sich, alles hatte bieten lassen, das geführtworden war von einem Fürstenstande, dessen Glieder seit Jahr-hunderten immer über die Grenze zu schauen gewöhnt waren, umdort für ihre eigennützigen Absichten Stützen zu finden. Ein Volkerwacht.selten auf einmal, wie es in Frankreich geschehen war, beim .deutschen waren vor allem infolge der Zerteilung in Einzelstaatenso viele Hemmungen vorhanden, daß das Erwachen langsam er-folgte und daher die Grenzfragen auch nicht mit der Kraft hervor-

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