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Frankreich und das linke Rheinufer
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sehnlicher, als daß die Stätte seiner Geburt, Straßburg, und dasElsaß wieder deutsch würden. Er schwang sich als einziger deutscherPrinz schon 1814 zu dem Gedanken auf, Bayern müsse auf eineselbständige auswärtige Politik verzichtend Entschieden war derKönig von Württemberg, ihm leuchtete auch, die Hoffnung auf dieWiedergewinnung von Mömpelgard, und das um so mehr, da ihmaus dem Ländchen eine Vitte um Wiedervereinigung mit dem altenHerrn zukam, die über 500 Unterschriften trug. 2 „Auf keinemPunkt der Grenzen Frankreichs von den Alpen bis zur Nordseesind die Vollwerke der angrenzenden Staaten durch die Naturdeutlicher abgezeichnet, wie durch die Vogesen für die süddeutschenStaaten," war des Königs Meinung. Das Elsaß solle einemsüddeutschen Staate angegliedert werden.

Baden war durch die Erbfolgefrage, durch die Gegensätzezu seinen beiden östlichen Nachbarn so sehr im Gedränge, daß eskeinen Mut fand, sich zu rühren, wenn man innerlich auch für dieReannexion eintrat. Wie hätte das auch anders in einem Landesein können, das seit langem gelernt hatte, was es heißt, für eine sounruhige Nation das Glacis zu sein. Bei Friedrich von Gagern,dem Vertreter der Niederlande, trat die Wärme seines deutschenGefühles zu den geschichtlichen Kenntnissen und den Erfahrungeildes Militärs. Er hatte schon früher geschrieben: „Ein Fluß isteine hübsche Grenze für Knaben, wenn sie Geographie lernen.Für Männer und Soldaten nicht, zu keiner Zeit, am wenigstennach unserer Kriegsmanier." Der hannöversche Minister GrafMünster vertrat ebenfalls die Nückgabe des Elsasses, wich aberdem englischen Einflüsse.

Hardenberg hatte Schritt für Schritt nachgegeben, auch Frei-herr vom Stein wich auf halbe Linie zurück, so kam denn schließlichdie englisch-österreichische Lösung zuwege. Abzuwenden war sienicht, auch wenn Hardenberg bessere Fühlung mit den Süddeutschengehalten hätte. Auch dieser Krieg bestätigte die alte Erfahrung:für.die übrigen Mächte waren die deutschen Streitkräfte im Kampfeunentbehrlich, kam es aber zu den Friedensberatungen, so wurdenTeutschland und seine Bedürfnisse vernachlässigt. Die große Sündeder deutschen Geschichte, der Zwiespalt zwischen seinen Fürsten,war noch nicht getilgt. Als die Bedingungen des zweiten Pariser

! Düberl in den Historisch-politischen Blättern 157, 578.2 Vrendel a. a. O. S. 132.

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