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Frankreich und das linke Rheinufer
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inmitten der Meere thront wie England und Japan, wird immerwieder der Versuchung erliegen, die Konkurrenz erdrosseln zu wollen.Die französische Handelsblüte konnte Napoleon nicht fahren lassen;denn seine Popularität beruhte darauf, daß er das durch die Re-volution isolierte Frankreich wieder in die Weltwirtschaft einführte.Der Kontinent verzieh ihm nicht seine militärischen Erfolge, Eng-land nicht die wirtschaftlichen, die er erstrebte. Der wirtschaftlicheGedanke trieb Albion wieder zu neuem Kriege, und da es be-greiflicherweise Bundesgenossen auf dem Kontinente suchte undfand, entstand die endlose Kette von kontinentalen Kriegen. Andda er den Kampf gegen England durch die Kontinentalsperre führen,der Iwingherrschaft des Meeres die Zwingherrschaft des Kontinentesentgegenstellen und an den Meeresgestaden keine zweifelhaftenBundesgenossen dulden wollte, erfolgte die französische Ausdehnungvor allem an den Meeresküsten. Darum verschwand das Königreichder Niederlande, dessen Herrsche^ sein Bruder Ludwig, die Inter-essen seines Landes nicht gänzlich beiseite lassen wollte, darumdehnte er Frankreich in Etappen längs der Küste aus, bis es, bisLübeck reichend, auch an der Ostsee Fuß gefaßt hatte. Es liegt dadoch nicht nur Willkür und Herrschsucht vor, sondern auch ein inden Dingen liegender Zwang. Frankreich wuchs bis auf 130 De-partements heran.

In den binnenländischen Teilen verfolgte er einen anderenPlan, da wandelte er die Wege Nichelieus und Mazarins. Gleichihnen respektierte er die Nheingrenze, den Talweg dieses Flusses,nicht völlig. Im Jahre 1808 mußte ihm der alte Großherzog KarlFriedrich von Baden Kehl abtreten. Auch da tritt wieder die"militärische Bedeutung Straßlwrgs hell hervor. Ist es französisch,so hat es einen offensiven Charakter, und der ist nur halb erreicht,wenn nicht auch der jenseitige Ausgang der Brücke zu Frankreichgehört, so daß jede Stunde aus ihm die Bataillone ins deutsche Landeinzurücken vermögen.

Eine weitere defensive deutsche Festung, Wesel, verwandelteer in eine französische Ausfallspforte, indem er für seinen SchwagerMurat das Großherzogtum Berg errichtete, das später ein Na-poleonidenkind erhielt. Des freien Austrittes aus Mainz war erversichert durch die Bildung des Großherzogtums Frankfurt. DerFürstprimas Dalberg war an sich ein zuverlässiger Trabant desKaisers, er gebot nun auch über nichtkatholische Landschaften, und

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