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Frankreich und das linke Rheinufer
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Die hohen Würdenträger, die Marschälle, Senatoren, Mit-glieder des Staatsrates) des Tribunales usw., die meist einst eine sehrscharfe Zunge gegen den schwachen Träger der Königskrone geführthatten, schwiegen dem ersten Konsul und dem Kaiser gegenüber,weil sie ihre Stellung nicht verlieren wollten. Die einst so zuchtlosePresse war mundtot geworden, die napoleonische Zeit kennt keinenMärtyrer der Presse wie Deutschland seinen Palm. Wie geringist die Zahl der Schriften, die vorahnend die Dinge, die kommen,abzuwenden raten! Auch' wenn man den Rausch der Bewunde-rung vor dem großen Feldherrn und großen Organisator alsMilderuygsgründ ansieht, so ist doch die Kaiserzeit der Beweisfür einen erschreckenden Mangel der Franzosen an Mannesmutund Opferwilligkeit bei ihren inneren Kämpfen. Diese Zeitenkannten keinen Fenelon. Das französische Volk jubelte bis überdie Tage von Wagram hinaus. Erst dann tritt infolge d.er Kon-skription, durch die Mißerfolge in Spanien, durch die brutale Be-handlung des Papstes Pius VII., durch die Wirkungen der Konti-nentalsperre deutlicher hervor, was zuerst bei der Erschießung desHerzogs von Enghien gefühlt worden war, die Furcht, daß dieRücksichtslosigkeit eines Tages den Kaiser stürzen könne, ja dieHoffnung, daß seine Zwingherrschaft zusammenbreche. Zu derBewunderung hatte sich längst die Furcht vor dem Gewaltigengesellt, nun bemächtigte sich einiger weniger ahnungsvoller Naturendie Besorgnis für die Zukunft Frankreichs, der Nation, die jedenEinfluß auf ihr Geschick eingebüßt hatte.

Die Geschichtschreibung Frankreichs gibt heute entschlossenselbst die ruhmreichsten seiner Staatshäupter preis, wie es derLeser bei Ludwig XIV. gesehen hat, aber sie gibt von sehr wenigenAusnahmen abgesehen die Irrtümer, die Fehler, die Sündendes französischen Volkes nicht zu, den Mangel eines gemäßigtenWiderstandes gegen die Mächtigen des Tages, die Mißachtung derRechte und Lebensbedingungen anderer Staaten und Völker.

, Vonaparte hat auf St. Helena gesagt:Ich wollte der Weltden Frieden geben, aber sie haben mich zum Dämon des Kriegesgemacht." Tarin ist wiederum im Gegensatz zu Sorels oben-stehenden Ausführungen etwas Wahres. Nach dem Friedenvon Amiens wollte Napoleon eine Kolonialpolitik einleiten undden auswärtigen Handel Frankreichs wieder zur Blüte bringen.Das aber wollte England nicht dulden. Eine Macht, die so sicher

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