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muß ihnen den Krieg erklären/" Allein hätte diese Angelegenheitniemals zum Kriege geführt, und wie wir gesehen haben, warendie Verhandlungen noch gar nicht erschöpft, mit einigen Ständenwar eine Einigung sogar erreicht. Sie hatten begriffen, daß einKampf um die Nechte politisch aussichtslos war; denn das re-volutionäre Frankreich konnte für die Feudalrechte im Elsaß keineAusnahmen gewähren; ein Staat, der so sehr seine Theorien be-tonte, konnte das verurteilte Prinzip nicht in einem Teile Frank-reichs bestehen lassen, und die Konstituante und die Legislativewollten sich im Glauben an ihr unbedingtes Necht um die Be-dingungen alter Friedensschlüsse aus der Zeit des Absolutismusnicht kümmern; das letzte Torf im Elsaß sollte so französisch sein,als läge es in der Isle de France. Das elsässische Ideal einer politi-schen Sonderstellung zwischen Frankreich und dem Teutschen Neichewar begraben.
Die Gründe, die zum Ausbruche des Krieges führten, sinddurch den Teutschen Heinrich von Sybel und den Franzosen AlbertSorel so eingehend untersucht worden, daß heute im Kreise ernsterHistoriker die Abweichungen viel, viel kleiner sind, als es vor60 Jahren der Fall war. Man kann die europäische Lage so zu-sammenfassen: Schweden und Nußland schüren zum Kriege, andem sich aber nur letzteres unmittelbar beteiligen will, England,ohne das ein europäisches Vorgehen undenkbar war, wollte Frank-reich in seinen Wirren belassen, der Kaiser Leopold wie KönigFriedrich Wilhelm II. wollen den Frieden, die Handvoll Emi-granten, die durch ihre Auswanderung den König in eine äußerstschwierige Lage gebracht haben, sind an den Höfen machtloserdeutscher, namentlich geistlicher Fürsten aufgenommen worden undHetzen zum Kriege, den allein zu beginnen sie viel zu schwach sind,ernsthafte Hilfe wird ihnen überall verweigert. So ist Frankreichgar nicht bedroht, und doch bricht der Krieg aus. Die Schulddaran trägt fast allein die Partei der Girondisten, zum Teil einfranzösischer Minister.
Der Kaiser hatte die Wünsche seiner Schwester zu erfüllen immervon einem europäischen Konzert abhängig gemacht, also von einerunerfüllbaren Bedingung. Die Wünsche der Emigranten wurdenauch bei der Zusammenkunft des Kaisers mit dem Preußenkömge
i Ii'^Izaco et la Trance, S. 18.
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