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Exekuüve mit Verhandlungen beauftragte. Wären diese schnellgeführt worden, so hätten sie vielleicht — aber auch nur vielleicht —ein Ergebnis gehabt. Doch der französische Unterhändler verlangteerst prinzipielle Anerkennung. Die Zivilkonstitution des Klerusverdarb den Ausgang; denn die dort vorgenommene neue Ab-grenzung der Bistümer konnten Speier und der Metropolit inMainz nicht anerkennen. Dieser Stein des Anstoßes wäre nur inRom zu beseitigen gewesen, und mit Rom wollte eben der fran-zösische Machtdünkel unter keinen Amständm verhandeln.
Wohl waren einige der Fürsten zum Ausgleich bereit, aberder Bischof von Speier, die Kurfürsten von Trier und Mainz, dieauch durch die an ihrem Hofe weilenden französischen Emigrantenbeeinflußt wurden, sowie der Kardinal Nohan von Straßburg, dersich jetzt als Neichsfürst vorkam, betrieben die Dinge am Reichs-tage, der ja schließlich ein Gutachten annahm (6. August 1791), indem das Reich noch einmal seine eigene Hoheit wenigstens übereinen Teil des Elsasses als noch bestehend vertrat und „die Wieder-herstellung eines friedensschlußmäßigen Standes der Sache" ge-fordert wurde. Am, gegen den festen Willen der Franzosen, dieAngelegenheit als eine rein interne zu behandeln, die internationalenAnsprüche durchzusetzen, hätte ein anderer Entschluß das Werkkrönen müssen als die Bitte um Verwendung bei Ludwig XVI.Kaiser Leopold zögerte bis zum 10. Dezember, das Gutachten an-zunehmen.
Inzwischen hatte in der Legislative ein ehemaliger Beamterdes Fürsten von Leiningen, der Girondist Nühl, die fremden Fürstenverpflichten wollen, zu einem knappen Termine ihre Vesitztitel vor-zulegen. Der Straßburger Nechtslehrer Koch trat für einebillige Entschädigung der Fürsten ein, seine Worte machten inder Legislative Eindruck. Ehe eine Entscheidung gefallen war,erfolgte aber am 20: April die französische Kriegserklärung anden König von Ungarn und Böhmen, an den späteren KaiserFranz II.
Es ist also durchaus irreführend, wenn Pfister immer undimmer wieder diese Klagen und Beschwerden, ihre tatsächlichschwache Unterstützung durch die Kaiser als die eigentliche Ursachedes Krieges, der nun ausbrach, bezeichnet. Es ist eine Übertreibung,wenn er noch 1917 sagt: „Für ihre (der geschädigten Fürsten) Sachebedrohen Preußen und Österreich Frankreich, und die Legislative
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