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zu Pillnitz (August 1791) Punkt für Punkt zurückgewiesen; abersie erreichten die Pillnitzer Erklärung. Doch war das ein vor-sichtig auf Schrauben gestelltes Aktenstück, das ein starkes, den Staatwirklich leitendes Kabinett in seiner faktischen Bedeutung erkannthaben würde, aber das französische Ministerium war machtlos,unendlich viel mehr bedeutete das reizbare Gefühl einer in diplo-matischen Dingen völlig unerfahrenen Kammer. DemokratischeParlamente sind nichts weniger als Schutzmittel gegen den Krieg.Im Falle der persönlichen Gefährdung des Königspaares undim Falle der Einheit aller europäischen Mächte werde man, sosprach die Proklamation aus, an eine Aktion denken. Diese beidenVoraussetzungen trafen nicht zu. Als der König die Verfassungannahm, dachte Leopold noch weniger an ein Eingreifen.
Die Pillnitzer Erklärung war also nicht eine ernsthafte Drohung,sie enthielt im Gegenteil eine Ablehnung der Ziele der Emigranten.Doch die Emigranten wagten es, sie umzudeuten, und das machte inParis Eindruck. Die Besorgnis vor einem Eingreifen des Aus-landes war seit dem Tage, da das Königspaar durch seine Über-siedlung nach Paris seine uneingeschränkte Entschlußfreiheit verlor,immer ein Mittel gewesen, gegen das Königspaar zu schüren, diemißglückte Flucht hatte die Befürchtung verdichtet, und sie warinsofern berechtigt, als der König fortfuhr, auf ein Einwirken desbewaffneten europäischen Kongresses seine Hoffnung für eine Ände-rung der von ihm angenommenen Verfassung zu setzen.
Mit dem Beginne der Legislative kamen lauter neue Ab-geordnete, die von keiner Erfahrung getragen waren und dochdie Staatsgeschäfte leiten wollten. Einer unter ihnen glaubte dieauswärtigen Dinge besonders zu kennen. Als niedriger Sold-schreiber hatte Vrissot freilich viel von der Welt gesehen. SeineWärme, seine Kenntnisse, seine Erfindungsgabe verschafften ihm.Ansehen, und sofort warf er die Idee eines Krieges in die Ver-sammlung, und bald entwickelte sich bei ihm, den Sorel als „dietätigste Lunte für einen Krieg" bezeichnet/ die Idee, daß ein Volk,das sich frei macht, den Krieg brauche, um die Freiheit zu befestigen.Robespierre und die Radikalen fürchten, daß aus dem Kriegeein Wiederhersteller der königlichen Macht heimkehren werde, dieGirondisten wollen durch den Krieg die Revolution vollenden,
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l Sorel 2, 302.
Schulte, Frankreich und das lmle Rheinufei 18
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