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Frankreich und das linke Rheinufer
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Die Verbindung mit dem Neiche war sehr locker, sie wurde 1542durch einen Vertrag dahin umschrieben, daß esein souveränes,freies und abgesondertes Fürstentum" im Schutze des Reiches seinund zu den Neichssteuern zwei Drittel eines kurfürstlichen Anschlagesbeizutragen habe, es blieb auch ein Teil der Jurisdiktion des Reichesgewahrt, für die unmittelbaren Lehen wurde das Lehensverhält-nis beibehalten, wie das gesamte Herzogtum zum oberrheinischenKreise gehörte. Am Kaiserhofe dachte man die Lockerung durchenge Verbindung der Hausinteressen wettzumachen, die in der Tatfür lange Strecken der lothringischen Geschichte eintrat.^ Es ergabsich eine schwierige Lage, eine Doppelstellung, wie einst die derVurgunderherzoge. In den Tagen der Ligue ward der HerzogKarl III, fast wie einst der Burgunder ein Parteiführer in Frank-reich ein gefährliches Spiel. Doch Heinrich IV. verbiß seinepersönlichen Gefühle gegenüber dem alten Widersacher, um soschlimmer wurde die Lage in den Tagen Nichelieus.

Karl IV. setzte das Ganze aufs Spiel, verband sich mit denHabsburger« und führte mit Ludwig XIII. wie Ludwig XIV.einen verzweifelten Kampf; aber die Vourbonen siegten, und erwie sein Neffe Karl V,, der Feldherr Leopolds I., waren gezwungen,im Exil zu leben. Ihre Lande hatten furchtbar zu leiden. ImPyrenäischen Frieden wurde Karl IV. unter ungünstigen Be-dingungen wieder Herr seiner Gebiete. 1670 aber besetzten dieFranzosen das Land aufs neue. 1675 starb der tapfere, aber zuAbenteuern geneigte Fürst, der einmal einen Vertrag gebilligthatte, der seine Unabhängigkeit aufgab, ihn dann aber widerrief.Sein Neffe besaß die treue Anhänglichkeit seines Schwagers, KaiserLeopolds, er weigerte sich, in das zu Nymwegen verkleinerte Landzurückzukehren, und starb als Prätendent im Dienste des Kaisers(1696). So wurde dessen Sohn Leopold durch den Frieden vonNyswik zwar wieder Herr seiner Lande; aber von einer starken,tätigen, selbständigen, antifranzösischen Politik konnte bei dendrückenden Bedingungen, Nancy, Vitsch und Homburg zu schleifen,Saarlouis Frankreich einzuräumen, bei der französischen Garnisonin Nancy und bei seiner Ehe mit der Tochter des Herzogs vvnOrleans nicht mehr die Nede sein.Der Friede (von Nyswik)wurde von den Lothringern mit der lebhaftesten Freude begrüßt.

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> Nitter a. a. O. 2, 36.

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