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Frankreich und das linke Rheinufer
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Markgraf betonte in einem Gespräche:Straßburg ist die Zitadellevon ganz Deutschland."

Sobald Oraniens Friedenssehnsucht der französischen Diplo-matie bekannt geworden war, setzte sie ihr Angebot herab und botnun die Wahl: Straßburg, nachdem es von den Franzosen selbstrasiert ist, oder Freiburg und Vreisach. Der Markgraf schlugfür die Entfestigung von Straßburg eine mittlere Linie vord Alsam l. September der Kaiser noch nicht zugestimmt hatte, erklärteLudwig, Straßburg müsse bei Frankreich verbleiben und der Rheindie Grenze bilden. Der schwedische Vermittler glaubte, die Kaiser-lichen hätten den Termin verstreichen lassen, um das Äquivalentfür Straßburg zu verdienend Einen Augenblick bäumten sich auchdie Seemächte auf, aber der Fall von Barcelona hatte die Spaniervöllig weich gemacht, und da ihnen Ludwig mit Rücksicht auf dieErbfolge günstige. Bedingungen gewähren wollte, wurde er umso härter gegen das Reich. Vielleicht wäre König Wilhelm nochfür das von dem Markgrafen geforderte, um Fort Louis undLandau gebesserte Äquivalent einzutreten bereit gewesen, aber indieser vertraulichen Verhandlung forderten die Kreise das jetztschon Anmögliche: Straßburg.

Die Seemächte und Spanien unterzeichneten nun am 20. Sep-tember 1697 zu Nyswik den Frieden, der Oranier war vor seinemLebensfeinde zurückgewichen. Kaiser und Reich war im Friedens-vertrage vorbehalten worden, bis zum 1. November die franzö-schen Angebote vom 1. September anzunehmen, bis dahin sollteWaffenstillstand sein. Zwischen den Vertretern von Kaiser undReich herrschte Mißtrauen, konfessionelle Gegensätze waren wiederhervorgetreten, sie führten überraschend zu der pfälzischen Neligions-klausel, die in den zurückgegebenen Gebieten die unter der fran-zösischen Verwaltung gemachten Fortschritte des Katholizismusverbürgte, die erst im letzten Augenblicke bekannt gegeben wurde.In der letzten Stunde unterzeichneten die Kaiserlichen, die Katholikenund einige Protestanten.

Der neunjährige Krieg war zu Ende, geschlossen war er vonerschöpften Mächten. Frankreich hatte in ihm den Zenit seinerköniglichen Zeit überschritten, die Heere brachten keine Schlüssel

wiesen.

i Schulte a. a. O. 1, 414.Schulte a. a. O. 1, 417, 423.

Der Verdacht ist bisher nicht be»

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