teidigt sie zugleich: „sie bewahrten Frankreich vor der Invasion."Er verschweigt den Vruch des Waffenstillstandes durch Ludwig,nach ihm erscheinen die Bundesgenossen der Liga von Augsburgals die Angreifer, und zu diesem Bunde gehören nach ihm auchHolland, Savoyen und Englands Driaults Feder hat im Augen-blick keine Tinte. Kelmer, Wetterle, Hansi schweigen sich aus.Pouvourville behauptet, wir übertrieben im Interesse der preußi-schen Sache die Brandstiftungen der Soldaten Villars und Tu-rennest Diese beiden Generale beschuldigen wir nicht, aber Louvois,Chamlay, Turas, Melac und ihre Genossen.
Der als lokal gedachte Krieg war für Frankreich der Kampfmit einer gewaltigen Koalition geworden, am Ende war das Landvöllig erschöpft, wenn auch nicht entscheidend geschlagen. Noch auchdie Koalition hatte tiefe Schäden erlitten, der Kaiser stand nochimmer im Kriege gegen die Pforte, die Niederländer verlangtendringend nach dem Frieden, der Herzog Viktor Amadeus vonSavoyen war von der Koalition abgefallen, die Spanier waren inKatalonien empfindlich getroffen. Die Gegensätze hatte die fran-zösische Diplomatie in geheimen Verhandlungen bald mit Ver-trauten des Oraniers, bald mit denen des Kaisers Gelegenheit ge-habt kennen zu lernen und zu erweitern. Der Krieg war auch auf denandern Kriegsschauplätzen zum Teil mit deutschen Regimenterngeführt worden, die Fürsten hatten Subsidienverträge gesucht, undso warenHie andern Fronten geschützt worden, auf der deutschenFront hatte hingegen der treffliche Markgraf Ludwig Wilhelm vonBaden sich im wesentlichen auf die Verteidigung beschränken müssen,nur im Feldzuge von 1694 hatte er in das Elsaß eindringen können.Noch immer kamen sich die deutschen Fürsten mehr als europäischePotentaten vor, statt für das eigene Staatsgebilde zu sorgen.Die Folgen mußten sich in den Friedensbedingungen zeigen, um somehr, da auch der König Wilhelm von England aus Rücksicht aufdie Niederländer und auf das Entgegenkommen Ludwigs gegenseine englische Politik sich zu den Friedensfreunden stellte.
In den geheimen Friedensverhandlungen war schon längstvon einem Äquivalent für Straßburg die Nede.' Der schwäbische
> A. a. O. 2, 302 ff.
- Ä. a. O. 148.
° Aber sie vgl. Schulte, Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden undder Neichstneg gegen Frankreich 1693—1697, 2 Bde., und G. Koch, WieFriedensbestrebungen Wilhelms III. von England 1694—1697, 1903.
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