seine Eroberungen Pfadfinder sein, dem Spruche der Parlamentefolgt die Ausführung durch seine Feldherren. „Iff diesem be-waffneten Prozesse ist jede Prozeßverhandlung durch eine Schlachtbezeichnet/" Dann kam der Plan, die spanische Erbschaft unddamit die Obmacht in der Welt zu gewinnen, ein zähe festgehaltenesZiel. „Seine Bundesgenossen entglitten ihm, und bald bekämpftensie ihn. Es gab in Teutschland keine Bündnisse mehr, als gegen ihn.Die Aufhebung des Edikts von Nantes (1685) entfremdete ihm dieprotestantischen Fürsten, die Verwüstung der Pfalz vereinte siezu gemeinsamer Entrüstung mit den Katholiken. Man sieht, daswar der Llntergang des Werkes von 1648, das Reich mit demKaiser geeint, marschiert gegen Frankreich." ^ And Lavisse sagt-„So hatte der König es leicht, klug, sehr vorsichtig zu sein, überallnach vorwaltenden Trümpfen zu suchen, ein ebenso treuloser Politikerwie die übrigen zu sein, nahezu immer zu lügen; stärker als seineKlugheit und seine Treulosigkeit werden die Liebe zum Nuhme seinund der Ehrgeiz, ihn zu zeigen. Endlich wird er Europa belehren,daß die bis dahin geschickte und gemäßigte Politik Frankreichs füralle gefährlich geworden und der Gefahr der spanischen Herrschaftdie der französischen gefolgt ist.""
Ludwig XIV. hat in den für seinen Sohn bestimmten Aus-führungen von 1661 es ausgesprochen, daß den Königen, die inNeims gekrönt würden, von Nechts wegen das abendländischeKaisertum als Erbe Karls des Großen gebühre, nicht den Teutschen.Tie Teutschen hätten das Kaisertum zugrunde gerichtet; die jetzigenWahlkaiser tonne man nur als die Häupter oder Generalkapitäneeiner deutschen Nepublik ansehen. Nur ein Herrscher von derMacht des französischen Königs kann das Kaisertum wieder zuEhren bringen und zu seiner alten wahrhaft monarchischen Be-stimmung zurückführend
Diese deutsche Politik des Königs unterstützte der Advokatam Pariser Parlamente d'Aubery. In seinem 1667 erschienenBuche: I^ez MLtez prerenri«N8 ckn 15«^ Lnr 1'Nrnpire, be-hauptete er die rechtliche Einheit des Volkes der Franzosen undDeutschen: der legitime Erbe ihrer Herrschaft war Hugo Capet,
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' Sorel a. a. O. 1, 285.
' Ebenda 1, 286.
^ Lavisse a. a. O. 7, 2, 229.
i (Nuvrez äe Louiz XIV, 1, 7N—77.
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