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Frankreich und das linke Rheinufer
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Ob Frankreichs Irrtum über den ilmfang der mit der Land-grafschaft verbundenen Nechte noch fortbestand und wie lange,laßt sich nicht mit völliger Sicherheit beantwortend Dagegensteht fest, daß die Franzosen auch jetzt noch der Auffassung waren,nichts mehr als den österreichischen Besitz im Elsaß gefordert underhalten zu haben.

Das Friedensinstrument bedürfte noch der Bestätigung derNeichsstiinde. Diese, von Schweden unterstützt, wollten wirklicheVerbesserungen, vor allem Beseitigung des Paragraphen ^eneaturdSie erreichten nur die Aufnahme der Stadt Straßburg. Eineauthentische Interpretation der Vertragsbestimmungen wußte Ser-vien mit geschickten Worten abzulehnend Er erklärte, daß seinKönig nur beanspruche, was das Haus Osterreich im Elsaß be-sessen habe, fügte aber vieldeutig hinzu: gemäß dem Wortlaut desVertrages. Wenn die Kaiserlichen etwas abgetreten hätten, wasdem Hause Osterreich nicht'gehöre, so sei es ihre, nicht FrankreichsSache, die wahren Eigentümer, zu entschädigend

Die Stände baten dann Servien, Frankreich möge die vonOsterreich abgetretenen Rechte im Elsaß vom Neiche zu Lehennehmen, dadurch würden eine Menge von Schwierigkeiten weg-fallen. Die Kaiserlichen aber wollten nicht, daß Frankreich Sitzund Stimme auf dem Reichstage erhalted

Eine Erklärung der Neichsstände über ihre Auffassung derheißumstrittenen Artikel wurde von den Kaiserlichen angenommenund beiseite gelegt, von Paris kam-eine einfache EmpfangsanzeigedSo wuchs bei den Ständen das Mißtrauen, Frankreich verweigerenur deshalb eine Interpretation der Friedensartikel im Sinne derStände, weil es sich für die Zukunft die Künde nicht binden wolleund zur Erweiterung seiner Machtstellung eine andere, ihm günstigereInterpretation vorzubringen gedenke.

Daß die französische Politik beim Friedensschluß wirklich solcheHintergedanken hatte und daß ihre Vertreter den Wortlaut desFriedensinstrumentes in diesem Sinne auffaßten, hat die fran-zösische Geschichtschreibung bisher nicht bewiesen. Sie hat sich auf

' Overmann a. a. O. S. 8688.

° Jacob a. a. O. 259273.

' Overmann a. a. O. 115119.

' Vgl. auch Jacob a. a. O. 270.

5 Jacob S. 267277. Overmann S. 95, 120. -

« Jacob S. 278f.

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