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Frankreich und das linke Rheinufer
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zweifelsohne konnte sie von einem Anbefangenen anch so aufgefaßtwerden, als sei mit ihr eine Einschränkung, wenn nicht gar eineverschleierte Zurücknahme der in den vorhergehenden Sätzen zu-gunsten der Freiheit und llnmittelbarkeit der Stände getroffenenBestimmungen ausgesprochen. Tatsächlich wurde sie auch von denelsiissischen Reichsständen so aufgefaßt.

Die andere Unklarheit liegt in dem verhängnisvollen WorteI/anäZi-aviatuL Wtelioli8 ^l82tiae, das auf Verlangen der Fran-zosen eingefügt wurde. Da die Kaiserlichen, nur von ihrem Haus-intereffe geleitet, den Irrtum nicht aufklärten, mußten die Fran-zosen glauben, mit der Abtretung seien ihnen noch bestimmte realeAbtretungen über die Landvogtei hinaus gemacht worden.

Ein weiteres Verhängnis war, daß die Österreicher in denArtikel, der die Verpflichtung Frankreichs den elsiissischen Neichs-ständen gegenüber enthielt, nicht nur die der österreichischen Pro-tektion unterliegenden Neichsstände namhaft machten, sondern auchnoch eine Neihe von Neichsstiinden, die gar nicht unter den Vegriffder abgetretenen Stände fielen. Durch diese Vermischung^zweiergrundverschiedener Gruppen wurde die zweite erst recht in Gefahrgebracht, zumal die Stadt Straßburg, von der man in Frankreichganz genau wußte, daß sie vom Hause Österreich völlig unabhängigsei, nicht mit aufgeführt worden war; eine sehr bedenkliche In-konsequenz.

Die französischen Gesandten hatten, treu ihrem den Ständengegenüber ausgesprochenen Grundsatze,daß Frankreich nur mitÖsterreich und nicht mit dem Neiche im Kriege sei", außer Philipps-burg nie etwas anderes als österreichischen Besitz gefordert, siehatten im Präliminarvertrag auch nichts anderes als den Gesamt-besitz des Hauses Österreich im Elsaß und Vreisach erhalten. Frei-lich glaubten sie, darin seien Hoheitsrechte über die meisten elsiissischenNeichsstände beschlossen.^

Als der insgeheim abgeschlossene Präliminarvertrag bekanntwurde, setzten sofort die eifrigen Bemühungen der elsiissischenStände ein, um ihre klare Sicherung zu erreichen, sie alle wollten

! Bezeichnend ist, was Avaux an Mazarin am 23. Oktober 1646 schrieb:,^e ne 3313, 3'il ^ a deaucoup ä'ine^alite' entre I'^ncien clucbs et «ouverHinite6e I^orraine et le land^raviat ci'^Izace, car 6an3 la ba85e >^l32ce nouz n'avonzczue la prevo3te cle Ha^uenau avee 3oixante villa^e3; Ie3 vi»e3, !e elel^6 ettoute la noblere relevem immscüaternent cle I'emvire,' Ov ermanna. a. O. 87, Anm. 2.

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