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Connctable, mit einem ausgesuchten und verstärkten Fähnlein, daser sofort zurückzuschicken versprach, in die Stadt eingelassen zuwerden. Und damit war es um die Stadt geschehen. Die Moralverhüllt sich angesichts der Betrachtung eines Wortbruches desKönigs wie seines Generales bei der Einnahme einer friedlichenStadt, der der Krieg nicht erklärt worden war. Mit Hilfe vonVerrat fiel Metz in französische Hände! Aber schlimmer noch warder Betrug des französischen Königs.
Immerhin brauchten die Metzer dem neuen Herrn nur einenEid zu schwören, der die Nechte des heiligen Reiches vorbehielt.And die Kalvinisten unter den Verschworenen hatten nichts ge-wonnen; denn nun wurde erst recht gegen sie vorgegangen.
Verdun wurde bis^zuletzt aufgespart, vielleicht deshalb, weilder dortige Bischof Nicolaus Psaulme noch nicht vom Konzilevon Trient heimgekehrt war/ denn auf ihn richtete der Kardinalvon Lothringen seine Hoffnung. Auch in der Stadt arbeitete derhohe Herr persönlich und offenbar erfolgreich, des Bischofes warer sicher. Am 12. Juni hielt der König seinen Einzug in die Stadt,bescheidener als in den beiden anderen Städten; freiwillig ergabsie sich, der Fall von Metz machte Verdun unhaltbar; so sicher auchfür diese Stadt noch unmittelbar vorher die Neichstreue bezeugtist/ das Verhängnis ließ sich nicht verhindern. Die lothringischenBischöfe als Schrittmacher eines Unternehmens, das deutscheProtestanten eingefädelt hatten! Aber alles das war nur möglich,indem sich der französische König als Vikar des heiligen römi-sche!'.'Reiches ausgab. Damit waren die wirklichen Ziele verhülltund der Treue eine Falle gestellt. Es war der Fluch der deutschenGeschichte, daß man zwischen Kaiser und Neich unterscheiden konnte.
Die Klugheit der französischen Staatskunst bestand darin, zu-nächst den Schein des Neichsvikariates bestehen zu lassen, aberdoch daneben'die Macht der neuen Gewalt zu sichern. Nicht offenund nicht schnell, sondern langsam und in den wichtigsten Punktenzuerst sollte die Veränderung erfolgen. Zitadellen und neue Ver-
i Dieses wurde erst am 28. April vertagt, erst dann konnte der Prälatseine Keimreise antreten. Naß schon am 12. April die Bürger von Verdunzur Kapitulation bereit gewesen waren, hält auch Aimond a. a. O. S. 422nicht für erwiesen. Ältere Quellen wissen nichts davon.
^ Aimond a. a. O. 406, 409 f. Verdun schädigte sich selbst, indemes eine kaiserliche Besatzung ablehnte.
Schulte, Franlreich und blls ünlc Rhcwusci 9 129
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