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Frankreich und das linke Rheinufer
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Albrecht in Preußen allbekannt ist, daß sie nicht Teilhaber der Ver-schwörung von Lochau-Chambord waren. ^

Straßburg hatte sowenig wie Nürnberg Anteil an diesen^Verhandlungen. Durch die Untersuchungen Alkuin Holländers istlängst die Politik Straßburgs festgestellt.- Sie dachte an.Neu-tralität, aber jeder weitere Schritt war ihr durchaus fremd, und amallerwenigsten hat Straßburg den französischen König gerufen.Furcht vor ihm und seiner Macht war Vorhände,» und begreiflich,aber kein Schatten von Zuneiguug zu ihm. Obwohl Holländerlängst gezeigt hat, daß Suach einst vielleicht ein Irrtum unterlaufenist — er machte aus dem Schulmanne Johannes Sturm, der sich«uf eigene Faust nach Frankreich begeben hatte und allerdingsHeinrich II. die Kaiserkrone verschaffen wollte, den Stettmeisterund Staatsmann Jakob Sturm, der die Politik der Stadt leiteteund alles daran setzte, um seine geliebte Vaterstadt vor einem Aber-falle zu sichern und sie „zu einer starken Vormauer des ganzenRheinstromes zu machen" —, wuchert die alte Legende weiter.

„Die Vorgänge des Jahres 1552 bilden ein Ehrenzeugnis fürdie Gesinnungen, die Rat und Bürgerschaft Straßburgs im 16. Ialir-hundert beseelten. Nicht allein im Gefühle ihrer reichsständischenSelbständigkeit, sondern auch mit klarem Bewußtsein ihrer Zu-gehörigkeit hatten sie durch kluges und gleichzeitig kraftvolles Ver-halten den Plan Heinrichs II., Straßburg ebenso wie Metz Frank-reich einzuverleiben, vereitelt." ^ In einer Bittschrift an den Kaiservom 21. Mai steht zu lesen: „Daran würden ir. Kay.MNr selbs,auch der Königlichen Majestät und dem hl. reich ein heilscnnlich gutwerk thnn, diese stadt vor endlichem abgang verbieten und sye -,ubester einer starken Vormauer des ganzen Rheinstroms machen,darzu frembde Potentaten von solchen gewaltigen uberzugen treffen-lich abschrecken und den ganzen Reinstrom dardurch höchlich be-friedigen. Dargegen weren wir auch begierlich bereit, unser gut

l Die Angaben des Marquis de Monsticrs-Merinuillc in seinemBuche ^ean clez ^lonztie« 8eißneur äu I^inizze 1->ecme Äe L:i)'oime(Limoges 1895), S. 14, entsprechen ebensowenig den Tatsachen. Leiderspringt der dort mitgeteilte Briefwechsel von 1545 gleich auf 1554.

- Straßburg in, französischen Kriege 1552 (Beiträge zur Landes -und Volkeskunde Elsaß-Lothringens, Heft 6, 1888). Vgl. dazu Heft 16 undzwei Abhandlungen in der Zeitschrift f. die Gesch. d. Oberrheins, N."F^8 und 9.

° Solländer a. a. O. E. 59.

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