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Kaiferwahl niemand zu wählen, der dem Könige nicht genehm sei,und unter Umständen ihn selbst zu dieser Würde befördern zuhelfe».
Markgraf Albrecht Alcibiades erhielt den unterfertigten Ver-trag, in dem nur die Höhe der französischen Subsidien noch ein-zutragen war; aber erst nach der Keimkehr des Bischofs vonVayonne, der es erreicht hatte, daß die deutschen geistlichen Fürstengesichers waren, war der Heerführer Montmorency dem Unter-nehmen mehr geneigt geworden, und am 15. Januar setzte zu Cham-bord der König den Namen unter den Vertrag und beschwor ihn.^
Der Vertrag von Chambord war von französischer Seitedie Wendung zur Ausdehnung nach dem Osten auf Kosten desReiches, nicht nur mehr aufKosten des Habs burgischen Besitzers derburgundischen Erbschaft, auf deutscher Seite verrieten deutscheDirsten ihr Vaterland im Kasse wider den Kaiser.' Eines derübelsten Aktenstücke der deutschen Geschichte! Doch es trägt nur dieUnterschriften von zwei Fürsten: die des Kurfürsten Moritz vonSachsen und des Landgrafen Wilhelm von Hessen-Kassel. Nach.den Eingangsworten waren auch gebunden Johann Albrecht Herzogzu Mecklenburg und der dreizehnjährige Markgraf Georg Friedrichvon Vrandenburg-Ansbach, für den Kurfürst Moritz handelte.Markgraf Albrecht leistete trotz der geringen Zahl der Verschworenengleichwohl zu Chambord den Eid auf den Vertrag: „von deutscherNation wegen!" ^ Nur ein Mann von so weitem Gewissen, wiedieser politische Abenteurer, konnte so etwas tun.
Das sind alle Paktanten! Kein anderer Fürst als der damalslcmderlose.Pfalzgraf Ottheinrich hat sich ihnen angeschlossen. Mitgroßer Verwunderung liest man daher bei Lemonnier: nach Cham-bord seien gekommen Gesandte von Sachsen, Mecklenburg, Beauf-tragte von Straßburg und Nürnberg sowie einiger andern Städte.'Vabelon hebt natürlich die Straßburger hervor, Triault die Ver-treter der Hohenzollern, obwohl von dem Haupte der Familie, demKurfürsten, seinein Vruder Hans von Küstrin und dem Herzoge
> Abgedruckt bei von Nru ffel, Briefe und Akten z. Gesch. des 16.Iahr.Hunderts, 3, Nr. 902 (1882).
^ Die beiderseitigen Eide bezeugt der in Neichsacht befindliche Kaupt-förderer des Plans am französischen Hofe, Schertlin von Vurtenbach, deran den Verhandlungen teilnahm, in seiner Lebensbeschreibung (Frankfurt1777) 1, 195.
' Wstoire 6e k'i'an« 5, 2, 146.
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