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Frankreich und das linke Rheinufer
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1529 brachten den Verzicht Frankreichs auf die Lehenshoheit überFlandern und Artois. Die Grenze des Teutschen Neiches umfaßtenun zum ersten Male tatsächlich, seit 1548 auch rechtlich das ger-manische Flandern. Die burgundischen Lande waren ein Anhängseleiner Weltmacht geworden. Der burgundisch-französische Gegensatzbeherrschte auch Teutschland, solange Habsburger die Kaiserkronetrugen.

Inzwischen benutzte Ludwig XI., vor allem nach dem TodeKarls des Kühnen, die Gunst der Umstände, um die französischeMacht nach Südosten auf dem Voden des Neiches Arelat aus-zudehnen, wo sie allerdings an den savoyischen, burgundischen undschweizerischen Gebieten einen Damm finden sollte.

Er hätte gern sein Königreich auch auf Kosten Deutschlandsausgedehnt; aucy seiner Seele leuchtete als Ziel die Nheingrenze;der skrupellose Frömmling lümmerte sich ini^ Innern nicht umdie Nechte der andern. Die von Lyon bezeugen seine Gesinnung:,,(Hr 1e rc>^ 2, vonlu et venlt tou^nurs Loudtenir et niainrenirc^ne 1e roMnnie L'exreiid ck'une part ^u3Hue8 e3 ^IpeZ, e^tenc1o3 1e pa^3 cke 8avo^e, et ^U8<^ue8 llu linin, ezt^ enclo^le^s cke Lourzo^ne." ^ Schon unter ihm war die Tendenz derfranzösischen Politik vorhanden, inKarl dem Kühnen und Ludwig XI.waren die Gegensätze der Zukunft verkörpert. So ist auch jene Huldi-gung gegenüber Karl dem Großen, die oben erwähnt ist, sicheraus politischen Motiven entsprungen.

Vabelon geht noch weiter. Nach ihm hat der König Karlden Großen auch zum Patron der Pariser Universität gemachtund die Feier seines Festes für ganz Frankreich angeordnet. ^ Daserstere ist ein Irrtum Vabelons. Wenn nrkn die von ihm angeführteQuelle, Vulaeus, Historig, IIniverkirariL ^ariLieuziL, Vand 4,S. 344, nachschlägt, findet man den Vefehl an die Pariser, dasFest des hl. Karl zu feiern. Blättert man aber weiter, so entdecktman, daß allerdings Karl der Große Patron war, aber nicht derGesamtuniversität, sondern der n^tio ^lemanniae! And daswar schon längst der Fall. Die Deutschen bildeten mit den Eng-ländern, den Germanen des Nordens und den Slawen des Ostensdieenglische" oder, wie sie seit dem 15. Jahrhundert genannt wurde,

l 3se, lienri, I^uuis XI ct I« «lies, Paris 1891, S. 25, nach <!ui^e,UiKIiotKö^ue In8tc,li^ue clu I^vonnaiz (1888), 443 f.- A. a. O. 2, 219.

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