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Frankreich und das linke Rheinufer
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IX.

Das burgundische Mittelreich und die burgundische

Erbschaft.

Hanotaux, Burgund und Elsaß. Die Ausbildung des burgundischenReiches. Plan eines Mittelreiches. Karl der Kühne. Politik undStimmung am Oberrhein. Ludwigs XI. Pläne. Karl der Große an-geblich Patron der Pariser Universität. Die burgundische Erbschaft.Der Wotanismus Luthers. Der Streit um die Zemi^alli zwischenWimpfeling und Murner.

/^^abriel Hanotaux, einer der ersten Historiker Frankreichs undX3^ dreimal in den Jahren 18941898 Minister der auswärtigenAngelegenheiten in den Ministerien Dupuy, Nibot und Meline,schreibt in seiner Geschichte des zeitgenössischen Frankreich über dieburgundische Erbschaft:

Das Nhein- und Maastal hat in Europa eine besondereStellung. Dieses weite Gebiet ist eines der bevölkertsten und reichstender Welt. Dort leben tätige, gute, intelligente und arbeitsameVölker. Da erblickten zuerst die großen Werke und die großenErfindungen das Licht, welche der modernen Zivilisation Bahnbrachen: das Pulver, die Ölmalerei, die Vuchdruckerkunst. Im15. Jahrhundert gab es kein zivilisierteres Land als diese weit-reichende Besitzung, welche man damalsBurgund" nannte.

Dieses Neich, dessen Nichm wenig gekannt ist, dessen Geschichteaber eines Tages die Europas verständlich machen wird, lag alsPufferstaat zwischen Frankreich und Deutschland. Aber es hattedie Arsachen seiner Schwäche in sich. Die hauptsächlichsten warenseine zu langgestreckte Gestalt und der Mangel an einer bequemenVerbindung mit dem Meere. Wie dem auch sein möge, durch dieAnklugheit Karls des Kühnen wurde die Existenz dieses eingeschaltetenNeiches aufs Spiel gesetzt, und als er starb, lebte seine Tochter,Maria von Burgund, lange genug, um durch ihre Meinungs-verschiedenheiten mit Ludwig XI. und ihre Heirat mit Maximilianvon Österreich die schwierige Frage aufzuwerfen, an der Europaheute noch leidet. Ludwig XV. sagte mit Necht, als er in Brügge

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