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VIII.
Französisches Vordringen. Quatrevaux undArmagnakenkrieg.
Französische Ausdehilungsbeftrebungen. — Vierströmegrenze. — KönigAdolf. ^- König Albrecht zu Quatrevaux. — Sabsburgisch-kavetingische Ehe.— Plan der Erblichkeit der Krone' — Keine Abtretung des linken Nhein»ufers. — Alexander von Noes. — Pierre Dubois, der erste Theoretiker desChauvinismus. — Methoden seiner Nachfolge. — Der hundertjährigeKrieg Frankreichs mit England. — Frankreich und Deutschland nach ihm. —Die Jungfrau von Orleans. — Gegensätze im Slldwesten des Neiches. —König Friedrich bittet um französische Hilfe; sie erfolgt, um Eroberungenzu machen. Der Dauphin und die Armagnabm vor Basel und im Elsaß. —Karl VII. in Lothringen. — Haltung der Vischofstädte. — Verteidigungvon Metz. — Gegnerschaft zwischen Habsburg und Frankreich. — DerAnfang des Militarismus.
^^ie Zeiten von Philipp August (1180—1223) bis zum Tode-^^ Philipps des Schönen (1314) sind von Kern durch seineUntersuchungen und durch erfolgreiche Nachforschungen in franzö-sischen Archiven aufgeklärt und in dem vortrefflichen Buche: „DieAnfänge der französischen Ausdehnungspolitik bis zum Jahr 1308"(1910) dargestellt worden. So kann ich mich hier kurz fassen.
Das französische Königtum war durch Philipp August lebens-kräftig geworden, stieg weiter empor und trat unter Philipp demSchönen, dessen Regiment durch Juristen gestützt wurde, an dieschwierigsten Fragen heran. Zwei Strömungen traten in der deut-schen Grenzfrage hervor, die mildere verlangte gegen das Reichund Arelat die „Vierströmelinie", so benannt, weil auf längereStrecken Schelde, Maas, Saöne und Rhone die Grenze bildensollten, zu ihr bekannte sich die Regierung offen und nahm auf einealte Neichsteilung Bezug, die nicht existiert. ^ Die schärfere Förde-rung lautete auf Pyrenäen, Alpen und Rhein, das war die Ne-vindikation des alten Galliens.
Die Herstellung der Vierströmegrenze wurde in dem an-gegebenen Zeitraum in sehr verwickelten Vorgängen durchgeführt,die hier übergangen werden. Der neue Grenzzug durchschnitt viel-
^ Kern, A,ct2 Imperii, ^.n^Iiae et ?ranciZ,e ad ll, 1267 26 <t. 1313(1911), S. 205, §16.
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Schulte, Frankreich und das linlc Rheinuier ?
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