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Frankreich und das linke Rheinufer
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tragen haben, aber die Masse ist entscheidend. Die Stadt war rein-deutsch. Die Behauptungen Vabelons find völlig unbeweisbar undvöllig unhaltbar.

Daß später die Zahl von Welschen größer war, mag sein. Daswäre zu prüfen. Im Laufe des 16. Jahrhunderts bot Straßburg,für französische Hugenotten eine Zufluchtstätte. Hoch und niederkamen; manche traten auch in das Straßburger Bürgerrecht ein,bis es dem Stadtregimente zu viel wurde. Wegen ihrer Religionbedrängten Volksfremden eine Zuflucht zu gewähren ist höchst achtens»wert; so haben auch die Hohenzollern und andere deutsche Fürstengehandelt. Aber wenn man, wie Flach, dann daraus politischeAnsprüche ableitet, so rechtfertigt er damit aufs glänzendste dieVoraussicht der Straßburger Dreizehn, die schließlich die fran-zösischen Reformierten aus der Stadt drängten. Flach könnte jaauch auf Magdeburg, Berlin und andere Städte Anspruch erheben,weil Sohenzollern dort reformierte Gemeinden mit französischerSprache duldeten und noch dulden. Noch heute wird dort auchfranzösisch gepredigt.

Soll ich nun wirklich diese Studien ausdehnen auf die Pfalz,den Westrich, das linksrheinische Land von Worms bis Utrecht unddann auch noch die rechtlichen Zusammenhänge der wallonisch,französischen Reichsteile mit dem Reiche erörtern? Sicherlich hates Unterschiede in der Stärke der Beziehungen gegeben, das hatauch nie ein deutscher Geschichtschreiber geleugnet, und Verbindungenmit Frankreich waren so natürlich, daß sie jeder anerkennt.

Aber die Zugehörigkeit der deutschredenden Landschaften vonLauterburg bis Cleve zu erweisen, den gänzlichen Mangel fran-zösischer Sympathien festzustellen, erspare ich mir. Otto vonFreising hat gesagt, daß in der Landschaft von Basel bis Mainzbekanntlich die Macht des Reiches ruhe^ Ein wahres Wort, abernicht weit dahinter stand der untere Teil der Rheinlande zurück.Nur in wenigen Worten skizziere ich einige Tatsachen. Die Rhein-Pfalz war die Keimstätte des salischen Königshauses, seines Auf-blühens und seiner Sorgen, der Dom zu Speier ward ihre undibrer Nachfolger Grablege, bis König Albrecht I. als letzter deut-,scher König hier in den Kaisergräbern beigesetzt wurde. Die Staufer

^ Ottonig OeLta ^i'idei-ici (3ciipt, rer, Qerm, e6, 3), S. 28.

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