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Frankreich und das linke Rheinufer
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ilnter den Malern sind drei führende Persönlichkeiten mit deutElsaß verwachsen. Schongauers Familie stammte aus Augsburg,er selbst war in Kolmar geboren, wo er wirkte und wo seiue hoheits-volle Madonna im Nosenhag uns erfreut und erhebt, wie derIsenheimer Altar des neue Bahnen wandelnden „hochgestiegenenund verwunderlichen Meisters" Matthias Grünewald von Aschaffen-burg.^ Hans Valdung Grien war Elsässer, seine Familie jedochaus Sckwäbisch-Gmünd eingewandert, er wirkte in Straßburg undstand unter dem Einflüsse Dürers. Er war ein äußerst vielseitigerKünstler. Mit dem Manieristen Tobias Stimmer von Schaff-Hausen (-f 1587) stieg die Kunst schon von ihrer Höhe herab.

Tann kamen die französischen Zeiten für das Elsaß und Straß-bürg. Was haben sie dem Lande geschenkt? Nodolphe Neuß hatseilte Hiätoire ä'^lzace mit Bildern geschmückt, bei denen er diefranzösische Zeit sicherlich nicht zu kurz kommen lassen wollte. Erbringt 25 Vilder von Kunstwerken aus der altdeutschen Zeit, ausder französischen die bischöflichen Schlösser in Straßburg undIabern — die Schlösser eines deutschen Reichsfürsten — und dasGrabdenkmal eines Feldherrn deutschen Vlutes: des Marschallsvon Sachsen, uud schließlich das Standbild Klebers in Straßburg,dessc» Schöpfer aus Baden und Württemberg stammten.

In dieser Stadt dauerte anfangs nach ihrer Einnahme das seitden zwanziger Jahren des 17. Jahrhunderts eingetretene Stockendes Kunstlebens fort^es erstanden zunächst die Bauten des mitft-anzösischen Patres besetzten Iesuitenkollegiums, der Artillerie-schule und einer Kaserne, der sechs weitere folgten. Die baulustigeZeit unter Ludwig XV. gab Anlaß zu Stadtpaläsieu für bedrücktedeutsche Territorialherren des Elsasses (Darmstädter und Zwei-brückener Hof), für Bauten geistlicher Würdenträger (Tomdechant,Abt von Maursmünster, Äbtissin von Andlau) und für den PröteurRoyal. Das französische Seer und die katholische Kirche mußtensich in Straßburg einrichten!

And was blieb von der Gelehrsamkeit? Von den Professorender protestantischen Straßburger Universität leben wenige im An-gedenken fort; vier beschäftigten sich mit der Geschichte der deut-schen Zeit: Schilter, Scherz, der aus Baden stammende Schöpflinund Oberliu. Neben ihnen ist der aus Frankreich stammende Abbö

l Über seine'Abstammung Hemr. Als. Schmid, Die Gemälde undZeichnungen des Matthias Grünewald, 1 l f.

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