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Frankreich und das linke Rheinufer
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den logischen Geist der neuen Scholastik mit der phantastischen Kühn-heit des Nittertums eint.'" Die ursprüngliche Befruchtung durchFrankreich ist unverkennbar, aber alle dem Namen nach bekannteBaumeister des Straßburger Münsters waren Teutsche: MeisterNudolf, Erwin-von Steinbach/ Johannes Winlin, Meister Ger-lach, diese beiden Nachkommen Erwins/ Michael von Freiburg,Klaus von Lohr, der Ulmer Ulrich von Ensingen, Johannes Hulhvon Köln, Mathäus von Ensingen, Iost Dotzinger von Worms,Hans Kammer von Werde, Jakob von Landshut und Bernhardvon Heidelberg. Ihre Namen beweisen uns, daß auf diesem Ge-biete der Zuzug aus dem übrigen Deutschland noch stärker war, unddie Straßburger Hütte war mit den übrigen Deutschen verbündet,nicht etwa hatte sie Beziehungen nach Frankreich, 1459 ward siezur obersten Hütte in deutschen Landen erkoren. Wie Dehio zeigte,war der Einfluß von Frankreich ganz verschwunden, jeder Zustromfrischer Kräfte aus den deutschen Nachbarländern wurde will-kommen gcheißen.4

In späterer Zeit wirkten in Straßburg als Baumeister, Kupfer-stecher und Maler Wendelin Grapp Dietterlin (ein Pfullendorfer),dessenLehrbuch von der Architektura" den Weg zum Barockwies, und als Architekt der Erbauer desneuen Baues", HansSchoch.

Ihnen stellt sich der geniale Festungsbaumeister Daniel Specklin,ein geborener Straßburger, an die Seite (-!/ 1589). SeineArchi-tectura von Vestungen" war das erste Werk dieser Art. Er hatunendlich viele Pläne entworfen und Gutachten gemacht, aber keinefür Frankreich nnd doch gab er später Vauban und Cormontaignedie Grundlage.^

1 Väumker a. a. O. S. 19.

^ Knauth verteidigt im Straßburger Münsterblatt 1912 den Namen:von Stembach. Erwin und Gerlach sind im Elsaß und im gegenüberliegendenBaden sehr seltene Vorname», Ein Franzose hat Erwin in dem französi-schen Baumeister Kerve dc Pierrefond wiedergefunden! Kaum glaublichund doch wahr!

2 Vgl. Schulte, Zur Geschichte der Straßburger Münsterbau-meister. Nepertonum für Kunstwissenschaft, 3, 271279.

^ a. a. O. S. 46.

° Stavenhage», Veiheft zum Militär-Wochenblatt 1910, 6. und7. Heft, 218. Aber seine einst von mir aufgefundenen handschriftlichen Plänevgl. die Bonner Dissertation von Kabza, Handschriftliche Pläne vonDaniel Specklm, 1911.

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