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Frankreich und das linke Rheinufer
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Theologen aus deni Elsasse ist zu gedenken, des Begründers desPietismus; Philipp Jakob Spener ist es, der 1635 zu Nappolts-weiter geboren wurde, 1666 aber andere bedeutsame Wirkungs-kreise außerhalb seiner Heimat gewann.

Von katholischen Theologen muß wenigstens einer genanntwerden, der aus Ensisheim stammende Deutsche Koraz JakobValde, der freilich sein Leben in bayerischen Iesuitenkollegien zu-brachte. Er begründete auch einen der ältesten Mäßigkeitsvereine.

Er hat gesungen:

In deutscher Sprache red' uud sonst in keinerAls etwa in der stolzen der Lateiner.

Tief ergriffen durch die Mansfeldische Verwüstung hat er sichim ?l2nct,u3 H.l8Ät,iae an den Kaiser und Erzherzog LeopoldNilhelm gewendet.^

Eine solche Vlüte der Wissenschaften wäre ohne die Buch-druckerkunst unmöglich gewesen. Der Mainzer Gutenberg hat diesefolgenschwerste aller Erfindungen, der man nur die der Dampf-maschine an die Seite stellen kann, in mühevollen Tagen in Straß-bürg gemacht; da er dort keine Geldmittel fand, beutete er sie inMainz aus, und von da gingen nun die Jünger der neuen Kunst undtrugen die deutsche Erfindung zu allen Völkern.

Straßburg ist auch die Keimstätte der gewaltigen Macht derPresse. Die älteste bisher bekannt gewordene Wochenzeitschriftstammt aus Straßburg und dem Jahre 1609, die erste französischeZeitung wurde 1631 gedruckt.

Die Vlüte der bildenden Künste im elsässischen Lande zuschildern, ist überflüssig. Ein jeder, der es durchstreift, sieht es, wiedieses Land in seiner Blütezeit immer Auftraggeber hatte, die dieMittel zur Verfügung stellten, und Künstler, die ihre Aufgaben zulösen wußten. Der romanischen Periode, die ein gründlicher Kennerals die Zeit clsässischer Eigenkunst bezeichnet,^ folgte die gotische, dieseKunstrichtung hat sich von Frankreich aus verbreitet.Nicht leichtzwar rang sich die etwas schwere und derbe Art des Landes los vonder ererbten Bauweise. Dann aber eilt es, seit Meister Nudolf amStraßburger Münster baut, allen voran in dem neueu Stil, der

! Veröffentlicht von Pfleger in Zeitschrift f. Gesch. d. Oberrheins,N.F., 19, 71 f.

°° Deh i o, Historische Betrachtungen über die Kunst im Elsaß. Kistor.Zeitsckr. 104, 43.

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