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1567 eine philosophische Fakultät, die 1621 Kaiser Ferdinand II,zur Universität erhob, der Keim der heutigen Universität.Der hervorragendste Schulmann, aus Schleiden in der Eifel stam-inend, kam über Frankreich, wo er für die Entführung der De-formation hatte wirken wollen, nach Straßburg: Johannes Sturm.Auch sein Name ist in Teutschland unvergänglich, wenn man aucbnicht vergessen darf, daß der eitle Mann immer wieder den frei-willigen Diplomaten spielte und dabei allzusehr auf Frankreichbaute; er wollte die Allianz der deutschen Protestanten mit Frank-reich und vergaß dabei, daß er damit die deutschen Interessenpreisgab.
Politische Kapazitäten waren sein Namensvetter JakobSturm und sein Landsmann Jakob Sleidanus. Jenen muß manzu der kleinen Zahl großer politischer Köpfe rechnen, die eine Reichs-stadt lange Jahrzehnte hindurch leiteten und durch viele Klippen zusteuern verstanden. Er hatte den größten deutschen Historiker des16. Jahrhunderts für seine Vaterstadt gewonnen. Sleidan wurdewie Vrant Syndikus der Stadt und hat seine ^onimenwrii cle3tNt,n reli^ioniä ei rei pud1icg,e Og,ro1o V, (HEL^re, die Vlütehumanistischer Geschichtschreibung nnd die erste deutsche auf Aktengegründete Geschichte der Diplomatie, zumeist in Straßburg verfaßt.
Noch hätte ich der großen protestantischen Reformatoren zugedenken: Martin Vucer, der Theologe, und der schon erwähnteJakob Sturm, der hochgebildete Staatsmcmn, gaben Straßburgeine religionspolitische Bedeutung, die auf die deutsche Kirche,die französische und englische Entwicklung tief eingewirkt hat. DerSchlettstädter Vucer war uuter den Reformatoren der diplomatischeKopf, ein Eiferer für die Eintracht, und seine geschichtliche Bedeutunghat die neuere Forschung immer mehr betont. Straßburg wardamals von internationaler Bedeutung im religiösen Leben unddie Zufluchtstätte aller Schattierungen des Protestantismus, injenen Tagen hat Calvin drei Jahre lang der kleinen franzö-sischen Flüchtlingsgemeinde vorgestanden und tiefe Einflüsse er-fahren vom Straßburger Gemeindeleben wie von Vucers Lehr-meinungen, in Straßburg richtete der Franzose seinen Vlick auf diedeutschen Verhältnisse und weitete sich und seine Lehre aus, ja ernahm auch an diplomatischen Verhandlungen Teil, schließlich auchals Vertreter Straßburgs. Mit dem Lindauer Marbach siegteendlich das Luthertum in Straßburg. Noch eines protestantischen
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