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brachte drei hervorragende Scholastiker hervor, von denen zweiStraßburger Geschlechtern entstammten: Ulrich Engelbrecht, denSchüler des Albertus Magnus, und Hugo Nipelin; ihnen schließtsich zeitlich etwas später Johann von Dambach an. Die Mystikhat in Straßburg geradezu einen ihrer hervorragendsten Sitze, dortwirkte der aus Thüringen stammende Meister Eckhard, dort ent-standen die Predigten des wieder einen: Straßburger „Geschlechte"entstammenden Tauler und die Schriften des rätselhaften LaienNulmann Merswin, die vielleicht Zum Teil Nikolaus von Löwenzuzuschreiben sind. In der frommen asketischen Literatur findeneinen ehrenvollen Platz die Lebensbeschreibungen frommer Schwe-stern, die Katharina von Gebweiler, Priorin des Dominikanerinnen-klosters ilnterlinden in Kolmar, aufzeichnete. Eine bedeutsameLiteratur! ^
Die Geschichtschreibung hat im Elsaß sehr bedeutende Ver-treter. Wer immer der oder die Verfasser der ^,nna1e3 Narbg,-cen5E8 gewesen sein mögen, sie berichten über Dinge, die uns dieinnersten Ziele der Politik enthüllen. Bedeutsamer ward dieHistorie noch gepflegt von den Dominikanern in Kolmar. IhreAufzeichnungen übertreffen nicht nur an Neichtum politischer Nach-richten die ihrer sonstigen Konvente, sondern sie wenden ihre Auf-merksamkeit dem Kulturleben, besonders auch der Wirtschaft ineinem Maße zu, das sonst sehr selten ist. Dann nimmt der erstebürgerliche Geschichtschreiber Deutschlands von Bedeutung, derlange Ellenhard, seine Feder zur Hand, nnd sein bellum XV^IrKe-rillnum ist die erste ausgezeichnete klare Schilderung einer Fehde.Gottfried von Ensmingen ist kein schlechter Chronist, wie im 14. Jahr-hundert sich über diesen der aus dem Vreisgau stammende Matthiasvon Neuenburg erhebt.
Der deutschen Stadt Straßburg gehört auch die älteste deutsch-geschriebeue, an die Bürger sich wendende städtische Chronik an,und ihr Verfasser Fritsche Closener, ein Geistlicher, war ein sorg-fältiger Beobachter, während der Amarbeiter und Erweitererseiner Chronik, Johannes Twinger von Königshöfen, eine mehrmethodisch angelegte Natur war. In allen Chroniken lebte einestarke Liebe zum Kaiser und Neiche, gelegentlich kommt auch dieAbneigung gegen die Franzosen zur Geltung.
^ Vgl. Bäumker, Wer Anteil des Elsaß an den geistigen Bewegungendes Mittelalters. Strcchburg 1912.
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